Foto: MASFG/Gentry
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Im Saarland ist am 20. Februar 2026 ein besonderes Zeichen der Anerkennung gesetzt worden: Sozialminister Magnus Jung hat Maike Lüdeke-Braun das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Die Auszeichnung ging an eine Frau, die seit Jahrzehnten in der Flüchtlingsarbeit präsent ist und viele Entwicklungen in diesem Bereich im Land begleitet und mitgestaltet hat.

Die Verleihung fand am Freitag statt. Geehrt wurde Lüdeke-Braun, die in Saarbrücken lebt und aus St. Wendel stammt, für ihr langjähriges Engagement in der Flüchtlingshilfe sowie ihren Einsatz für Integration, Beratung und gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten im Saarland. Minister Jung hob bei der Übergabe hervor, dass ihr Wirken weit über das Übliche hinausgehe und viele Menschen in schwierigen Lebenslagen erreicht habe.

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„Frau Lüdeke-Braun hat über viele Jahrzehnte hinweg Menschen in schwierigen Lebenssituationen Orientierung gegeben, Strukturen mit aufgebaut und unsere Willkommenskultur entscheidend mitgeprägt. Ihr Wirken steht beispielhaft für Menschlichkeit, Fachlichkeit und gelebte Verantwortung“, sagte Minister Jung bei der Verleihung. Mit diesen Worten machte er deutlich, dass es nicht nur um einzelne Projekte geht, sondern um eine kontinuierliche Arbeit, die das Saarland im Umgang mit Geflüchteten geprägt hat.

Der Einsatz von Lüdeke-Braun reicht bis in die Mitte der 1980er Jahre zurück. Seit mittlerweile mehr als 39 Jahren engagiert sie sich beruflich wie ehrenamtlich für schutz- und unterstützungsbedürftige Menschen. In der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes an der Saar begleitete sie über viele Jahre hinweg Geflüchtete in Fragen der Integration, bei Sozialleistungen, der Sprachförderung und in Asylverfahren. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit lag auf der Unterstützung geflüchteter Frauen und Familien, die häufig vor besonderen Herausforderungen stehen.

Auch in den Jahren 2015 und 2016, als viele Menschen in Deutschland Schutz suchten und Kommunen sowie Hilfsstrukturen stark gefordert waren, war Lüdeke-Braun eine zentrale Ansprechpartnerin im Saarland. Sie stand Kommunen, Initiativen und Ehrenamtlichen zur Seite und brachte ihre langjährige Erfahrung ein, um Beratungs- und Unterstützungsangebote aufzubauen und weiterzuentwickeln. So half sie mit, tragfähige Strukturen zu schaffen, die über akute Krisensituationen hinaus Bestand haben.

Neben ihrer direkten Arbeit mit Geflüchteten war Lüdeke-Braun in zahlreichen Gremien und Initiativen der Flüchtlingsarbeit auf Landes- und Bundesebene aktiv. Über viele Jahre wirkte sie unter anderem im Arbeitskreis Asyl Saarland und im Fachausschuss Migration und Integration der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Saar mit. Hinzu kamen Engagements in kirchlichen und bundesweiten Netzwerken. Im Mittelpunkt standen für sie dabei die gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie ein klares Eintreten gegen Diskriminierung und Rassismus.

Sozialminister Jung würdigte Lüdeke-Braun als engagierte Wegbegleiterin einer solidarischen Gesellschaft und als Vorbild für das Land. Mit dem Verdienstkreuz am Bande erhält sie nun die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl vergibt. Die Ehrung unterstreicht, welche Bedeutung kontinuierliche, oft im Hintergrund geleistete Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hat.

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