Wer am letzten Februarwochenende Richtung Berge aufbricht, kann in vielen Regionen zwar entspannt losfahren – ganz ohne Geduld wird es aber nicht überall gehen. Nach Einschätzung des ADAC bleibt die Verkehrslage auf den deutschen Autobahnen vom 27. Februar bis 1. März insgesamt ruhig. Regional können sich trotzdem Verzögerungen bilden, vor allem dort, wo es Wintersportler in die Alpen und in die Mittelgebirge zieht.
Etwas zusätzlichen Verkehr bringt der Ferienbeginn in Hamburg. Gleichzeitig enden in Teilen der Niederlande, Frankreichs und Tschechiens die Ferien, was ebenfalls für Bewegung auf den Routen sorgt. Unterm Strich rechnet der ADAC jedoch nur mit einem moderaten Reiseaufkommen. Die größten Staurisiken werden für den Freitagnachmittag und den Samstagvormittag erwartet – vor allem auf den Zufahrtsstraßen in Richtung Wintersportregionen.
Engpässe können sich dabei auf mehreren wichtigen Autobahnen zeigen. Genannt werden unter anderem die A1 zwischen Köln und Dortmund sowie zwischen Osnabrück und Bremen, die A2 von Oberhausen über Dortmund nach Hannover und die A3 zwischen Oberhausen und Köln. Auch die A4 aus Richtung Heerlen/Aachen über Köln nach Olpe sowie die A5 zwischen Karlsruhe und Basel gehören zu den Strecken, auf denen es bei hohem Aufkommen zäh werden kann.
Im Süden stehen außerdem die klassischen Routen in Richtung Alpen im Fokus. Betroffen sein können die A7 von Ulm nach Füssen/Reutte, die A8 zwischen Karlsruhe, Stuttgart, München und Salzburg sowie die A9 von Nürnberg nach München. Weitere Abschnitte mit möglicher Staugefahr sind die A12 vom Berliner Ring Richtung Frankfurt (Oder), die A57 zwischen Krefeld und Köln, die A93 von Rosenheim nach Kiefersfelden sowie rund um München die A95 nach Garmisch-Partenkirchen, die A96 nach Lindau und der Autobahnring A99.
Auch jenseits der Grenze bleibt es auf wichtigen Reiserouten laut ADAC nicht durchgehend flüssig. In Österreich können vor allem Baustellen auf der Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn bremsen. In der Schweiz ist insbesondere auf den Autobahnen A1, A2 und A3 sowie auf der Gotthardroute mit stockendem Verkehr zu rechnen, in Italien immer wieder auf der Brennerroute und auf Zufahrtsstraßen in die Südtiroler Täler.
Wer nach Deutschland einreist, muss zudem weiterhin mit Wartezeiten durch Grenzkontrollen rechnen. Für Montag, den 2. März, ist an der Grenze zu Tirol eine Blockabfertigung geplant, die längere Verzögerungen auslösen kann. In Tirol gelten Abfahrtssperren bei Stau weiterhin an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sowie zusätzlich freitags zwischen 7 und 19 Uhr im Raum Innsbruck.
Auch in Deutschland werden bei starkem Verkehr Ausweichverkehre begrenzt. Das betrifft laut ADAC unter anderem die A7 im Landkreis Ostallgäu, die A8 in den Landkreisen Rosenheim, Berchtesgadener Land und Miesbach sowie die A93 als Inntalautobahn. Außerdem können Einschränkungen auf den Bundesstraßen B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen greifen.




















