Die Zukunft der saarländischen und europäischen Stahlindustrie steht Ende Februar in Saarbrücken im Mittelpunkt einer zweitägigen Fachkonferenz. Im Haus der Wirtschaftsförderung kommen Politik, Industrie und Wissenschaft zusammen, um über Wege aus der Krise und Strategien für eine klimaneutrale Produktion zu sprechen. Die „Saarländischen Stahlgespräche“ finden damit erstmals in einem Moment statt, in dem die Branche gleich von mehreren Seiten unter Druck steht.
Hohe Energiepreise, Billigimporte aus Drittstaaten, US-Zölle und zugleich der politisch gewollte Umbau hin zu klimaneutralem „grünem Stahl“ stellen die Unternehmen vor große Aufgaben. Vor diesem Hintergrund soll in Saarbrücken diskutiert werden, wie die Produktion langfristig gesichert werden kann, wie die grüne Transformation gelingen könnte und mit welchen Mitteln Europa seine Industrien besser schützen kann. Die Tagung trägt den Titel „Von der Montanunion zur Transformation – Herausforderungen für die Stahlindustrie“ und knüpft damit an die lange Tradition des Stahls in Europa an.
Veranstaltet wird die Konferenz vom Lehrstuhl von Professor Marc Bungenberg und dem Europa-Institut der Universität des Saarlandes, unterstützt vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie. Erwartet werden an den beiden Tagen rund 100 geladene Fachleute aus Politik, Industrie und Wissenschaft. Sie wollen sich über zentrale Zukunftsthemen austauschen, darunter Rohstoff- und Energiefragen, Wasserstofftechnologien sowie handelspolitische Schutzinstrumente der Europäischen Union.
Zum Auftakt der „Saarländischen Stahlgespräche“ sprechen die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Stefan Rauber, CEO der SHS – Stahl-Holding-Saar. Am zweiten Konferenztag übernimmt Wirtschaftsminister Jürgen Barke die Keynote. Die Beiträge der politischen Spitzen sollen den Rahmen für die Fachdebatten setzen, in denen es um konkrete Perspektiven für die Branche gehen soll.
Die Fachkonferenz findet am Mittwoch und Donnerstag, 25. und 26. Februar 2026, im Atrium des Hauses der Wirtschaftsförderung in der Franz-Josef-Röder-Straße 17 in 66119 Saarbrücken statt. Der offizielle Beginn ist am 25. Februar um 10 Uhr. Die Organisatoren rechnen mit intensiven Diskussionen über die Rolle des Stahls in einer klimaneutralen Industrie und über die Frage, wie sich der Standort Europa im internationalen Wettbewerb behaupten kann.
Medienvertreter, die über die „Saarländischen Stahlgespräche“ berichten möchten, können sich beim Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie anmelden. Eine Registrierung ist per E-Mail an presse@wirtschaft.saarland.de oder telefonisch unter 0681/501-1690 möglich. Die Frist für die Anmeldung endet am Dienstag, 24. Februar 2026, um 16 Uhr.




















