Die Stadtverwaltung im Homburger Rathaus.

Die Homburger Jusos kritisieren die AfD-Fraktion für ihren an der Stadtratssitzung eingebrachten Antrag scharf. Abgesehen vom Inhalt des Antrages sei dies ein Antrag, den die Fraktion nach langer Zeit voller Untätigkeit vorgelegt habe. 

„Die AfD hat in Jahren nichts zur Homburger Politik beizutragen als eine redaktionelle Lappalie in einem nichtöffentlichen Schreiben“, so Kai Neuschwander, Sprecher der Jusos, „wer so seine politische Arbeit als Vertretung des Volkes im Stadtrat versteht, hat offensichtlich keine Ahnung, was die Menschen wirklich bewegt.“ 

In diesem Antrag wurde der Oberbürgermeister angewiesen, in Zukunft eine Schreibweise ohne den sogenannten „Genderstern“ in amtlichen Schreiben zu verwenden. Im Wortlaut: „Die AfD-Fraktion fordert den Oberbürgermeister auf, in den amtlichen Schreiben und Veröffentlichungen der Stadt Homburg hinsichtlich der korrekten Schreibweise die Vorgaben des amtlichen Regelwerkes des Rates für deutsche Rechtschreibung zu beachten. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadt Homburg sind entsprechend anzuweisen.“

Von Seiten der Stadt betonte der Oberbürgermeister, dass es längst eine allgemeine Dienstanweisung gebe, welche die geschlechterspezifische Schreibweise regele. Hintergrund des AfD-Antrags ist ein nichtöffentliches Dokument, in dem eben genannte Schreibweise verwendet wurde. Aus Gründen der Gleichberechtigung für das dritte Geschlecht, gibt es für die Jusos Homburg allerdings durchaus auch sinnvolle Gründe für den Genderstern, über die man auch konstruktiv diskutieren könne. 

„Doch was die AfD hier tut, ist nichts anderes als klassischer Populismus“, ergänzt Marie Burkhart, Sprecherin der Jusos, „sie spielen sich ständig als politische Alternative auf und wenn sie dann ihre Mandate haben, gibt es nicht eine vernünftige oder konstruktive Idee. Ist das die Oppositionspartei, die man braucht?“ 

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