Bereits im Oktober 2018 wurde von einem Besucher des Homburger Stadtparks eine verletzte Landschildkröte aufgefunden. Der verständigte Tiernotruf brachte das erwachsene, weibliche Tier der Art „Testudo graeca“ in den Neunkircher Zoo, wo es bis jetzt aufgepäppelt wurde. 

Erst im August 2018 wurde eine an den Zoo angeschlossene Auffangstation, explizit für exotische Tiere, eröffnet. Ihnen soll die Neunkircher Einrichtung eine vorübergehende Heimstatt mit der richtigen Betreuung bieten. Dabei ist die Abgabe ausschließlich von Behörden möglich, nicht von Privatpersonen oder Vereinen.

„Der Schildkröte geht es mittlerweile sehr gut. Wir vermuten, dass sie von einem Fuchs mitgenommen wurde. Es gab deutliche Bissspuren, die darauf hindeuten. Wir konnten aber auch feststellen, dass das Tier allem Anschein nach zuvor jahrelang sehr gut gepflegt wurde. Deshalb liegt es uns am Herzen, den alten Besitzer wieder zu finden“, so Tierarzt Mark Eichelmann vom Neunkircher Zoo. Mit dieser Bitte wandte er sich nun an die Stadt Homburg, die aufgrund einer fehlenden Fundtieranzeige erst jetzt von der Schildkröte erfahren hat. 

„Auch wenn wir aufgrund der fehlenden Anzeige bei uns nicht zuständig sind, möchten wir dem Zoo, der Schildkröte und auch ihrem Besitzer gerne helfen. Es wäre schön, wenn das Tier wieder in sein Zuhause zurückkommt“, so die Leiterin des Homburger Bürgeramts, Sigrid Eisel. „Die Aufnahme der Schildkröte ohne Umwege durch den Tierschutzbund war eine absolute Ausnahmesituation, weil das Tier notfallmäßig versorgt werden musste. Die Finder von verletzten Tieren müssen normalerweise zeitnah eine Fundanzeige bei der entsprechenden Behörde aufgeben, das wurde hier offenbar versäumt“, erklärt auch Eichelmann die ungewöhnlichen Umstände nochmal.

Trotz einiger Verzögerung hoffen beide nun aber auf ein Happy End: Die Besitzer können sich bei der Zooverwaltung in Neunkirchen unter Tel.: 06821/913633 oder per E-Mail unter info@neunkircherzoo.de melden.

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