Viele Veranstaltungen wurden am Wochenende wegen der extremen Temperaturen abgesagt oder angepasst. Beim Siedlerfest in Homburg ging es trotzdem weiter – und wer am Freitagabend dort war, konnte nachvollziehen, warum. Der Platz am Rand der Siedlung, unter Bäumen und mitten im Grünen, machte an diesem heißen Tag einen deutlichen Unterschied.

Tagsüber lag über vielen Straßen und Plätzen dieses schwere Sauna-Gefühl. Das zeigte sich auch beim ökumenischen Gottesdienst, der traditionell das Fest eröffnet. Am Abend war dagegen kaum noch etwas zu spüren. Der Platz füllte sich zwar etwas später als sonst, aber mit sinkender Sonne kamen auch die Besucher. Irgendwann saß man dann doch wieder zusammen, mit kühlen Getränken auf den Tischen und Live-Musik von Harald Keller im Hintergrund.

Anzeige

Auch aus der Küche lief mehr, als man bei solchen Temperaturen vielleicht erwartet hätte. Die handgemachte vegetarische Lasagne und die Leberknödel mit Sauerkraut wurden gut angenommen – auch wenn manche bei der Hitze vermutlich lieber erst einmal zum Getränk griffen. Genau diese Mischung passte zum Abend: nichts Aufgeregtes, kein großes Spektakel, sondern ein Fest, das sich seinen Rhythmus einfach ein bisschen später suchte.

Am Samstag ging es mit Bosslet & de Schrywer weiter, am Sonntag folgte der klassische Frühschoppen. Dazu gehörte auch die Sonderausstellung von Lothar Bender, die mit Bildern auf 90 Jahre Birkensiedlung zurückblickte. So bekam das Fest neben Musik, Essen und Gesprächen auch einen kleinen historischen Rahmen.

Organisiert und durchgeführt wurde das Wochenende wie gewohnt von der Siedlergemeinschaft selbst. Aufbau, Dekoration, Ausschank, Küche und Spülen lagen in ehrenamtlichen Händen. Wir waren mit der Kamera dabei und haben einige Impressionen vom Siedlerfest mitgebracht – von einem Wochenende, das trotz Hitze seinen eigenen, angenehm unaufgeregten Charakter hatte. Und genau deshalb ist dieses Fest eines, das man sich fürs nächste Jahr ruhig vormerken sollte.

Alle Bilder: Friedel Simon

Anzeige
💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein