Gemütlich sieht sie auf den ersten Blick nicht gerade aus, zweckdienlich ist sie aber auf jeden Fall. Diese Woche wurde in Homburg die erste „Smart Bench“ der Stadt vorgestellt und offiziell eingeweiht.

Wie digitalisiert sind unsere Städte, Strukturen, Handlungsabläufe und Gewohnheiten heute wirklich? Mit diesen und vielen Fragen rund um die Digitalisierung im öffentlichen Sektor, setzt sich beispielsweise der „Smart City Index“ vom Digitalverband Bitkom auseinander. Er beinhaltet Daten rund um die Themenbereiche Verwaltung, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft aus insgesamt 81 Großstädten in Deutschland. Dieser Index teilt sich wiederum in 35 Indikatoren auf, die wiederum aus insgesamt 96 Parametern bestehen – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Mülltonnen bis zur Breitbandverfügbarkeit. Dass das Thema wichtig ist, zeigt sich auch darin, dass immer mehr Klein- und Mittelstädte neue Wege suchen, sich digital „ins Spiel“ zu bringen und somit für ihre Bewohner am Puls der Zeit zu bleiben.

Bürgermeister Michael Forster freut sich über die neue „Smart Bench“

Partner bei den aktuell smarten Überlegungen der Kreisstadt ist die Telekomtochter T-Systems. In deren Technologyportfolio wird der Punkt „Smart Cities“ ganz groß geschrieben. Bei allen Möglichkeiten der Vernetzung geht es laut eigenen Aussagen darum, die Attraktivität und die wirtschaftliche Stärke von Stadt und Region zu steigern. Auch Effizienz und Sicherheit sind hier Schlüsselworte. Attraktiv dürfte für viele Wartende das neue „Technik-Gimmick“ sein, welches seit dieser Woche vor dem Mannlich Gymnasium in Homburg plaziert ist. Eine „Smart Bench“ soll für volle Akkus und bestes Netz sorgen. Bürgermeister Michael Forster zeigt sich begeistert. Für ihn ist die Ladebank nur ein Element der Stadt auf dem Weg in die Zukunft: „Smart Bench ist für uns ein Puzzleteil auf dem Weg zur digitalen Stadt. Dabei geht es uns darum für die Zukunft gerüstet zu sein, den Bürgerservice zu erhöhen und noch besser zu gestalten. Dazu gehören solche Ausrüstungen wie diese Smart Bench.“

Bei der „Smart Bench“ handelt es sich um eine autarke solarbetriebene Sitzbank, die durch ihre integrierte Photovoltaik- und Akku-Technik die Handys und Tablets jedes Nutzers laden kann. Dies passiert sowohl durch kabelbezogenes Laden als auch durch kabelloses Laden über die induktive Ladefläche. Die „Smart Bench“ wirkt minimalistisch, fast schon zurückhaltend. Dank ihrer smarten Beleuchtung wird sie aber selbst in der Dunkelheit für jeden leicht erkennbar sein und auf sich aufmerksam machen. Neben der reinen Ladefunktion bietet die intelligente Bank auch einen WLAN-Hotspot über einen 4G LTE Router mit bis zu 20 m Reichweite.

Die Patenschaft für die Bank hat das angrenzende Christian von Mannlich Gymnasium übernommen. Ob es künftig noch mehr „Ladebänke“ in der Stadt geben wird, das hängt maßgeblich vom Gesamtnutzungsverhalten ab und ob das Pilotprojekt zerstörungsfrei bleibt. 3500€ hat die Stadt investiert.

Die „Smart Bench“ ist nur eine Komponente wie sich die Kreisstadt Homburg und deren Verwaltung künftig präsentieren und aufstellen will. Bürgermeister Forster bestätigte, dass man auch in den Überlegungen zu weiteren smarten Pilotprojekten stecke und nannte dabei Themengebiete wie „Smart Parking“ und das „Smart Lighting“. Aktuell sind diese Projekte aber noch in der Planungsphase.

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