Foto: Eva-Maria Scherer
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Die diesjährige Tagesfahrt der Jagdgenossenschaft Höchen, traditionell am ersten Samstag im September, brachte den zahlreichen Teilnehmern jede Menge Informationen über Käse und Wein. Und natürlich wurde auch der ein oder andere Happen oder Glas Wein probiert. 

Die Jagdgenossen sind die Grundstücksbesitzer, auf deren Gelände die Jagd stattfindet. Jagdpächter in Höchen ist seit Jahrzehnten Helmut Steitz, Landwirt auf dem Feilbacher Hof in Websweiler. Gemeinsam mit Heiner Scherer, Geschäftsführer, und Karl-Heinz Klein, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft, hatte Helmut Steitz die Informationsfahrt vorbereitet. Schon bei der Vorausfahrt hatten die Drei jede Menge Spaß und überzeugten mit ihren Erlebnissen die Mitglieder der Genossenschaft.

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Denn der eigens eingesetzte Bus war voll besetzt. Erstes Ziel war die Käserei Cham Saar in Illingen-Wustweiler. Es handelt sich um einen jungen Betrieb, im letzten Jahr gegründet, auf Neudeutsch ein Start-up-Unternehmen. Verantwortlich sind ein junger Syrer, der als Flüchtling nach Deutschland kam und die Familie Riehm, die in Illingen den Georgshof, einen landwirtschaftlichen Aussiedlerhof betreibt. In Wustweiler entstand die erste syrisch-arabische Käserei in Deutschland, quasi also die größte saarländisch-arabische Käserei der Welt.

Alle Käsesorten werden aus Kuhmilch produziert. Die Milch stammt von den Kühen des Georgshofes. Es wird Frischkäse hergestellt, der bereits am Herstellungstag oder spätestens einen Tag später gegessen werden kann, aber in ungeöffneten Gläsern lange Zeit haltbar ist. Die Käse heißen Baladia, Chalali, Sourki, also uns wohl bekannte Namen. Die Käsesorten sind für den warmen und kalten Verzehr geeignet. Es war der strengen Hygieneordnung geschuldet, dass der Betrieb nicht betreten werden durfte, sondern Anna Riehm, eine Geschäftsführerin der Käserei Cham Saar, informierte vor dem Gebäude. Der Käse kann, da ist man wieder beim Start-up-Gedanken, in einem online-Shop und in immer mehr Geschäften gekauft werden.

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Nach dem Mittagessen in einem Ristorante ging es weiter nach Wiltingen, einem Weinort an der Saar, nahe Konz. Dort führte Maria Schmitz, die Chefin des Weingutes Schmitz-Simon, die Jagdgenossen in die Weinberge. Ihr Ehemann Hermann-Josef Schmitz, Diplom-Ingenieur für Weinbau und Kellerwirtschaft, erwartete die Teilnehmer bereits mit einem hervorragenden Winzersekt aus eigener Produktion. Vom sogenannten Galgenberg, umgeben von Rebstöcken, hatte man einen herrlichen Rundumblick über die Saar, die Weinberge, Wiltingen und die Nachbargemeinden. Zurück im Weingut gab es im Riesling-Festsaal der Familie Schmitz-Simon eine Weinprobe.

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Maria Schmitz kam erst durch ihre Heirat an die untere Saar und dadurch auch in Kontakt mit Weinbau. Sie engagierte sich und erwarb eine Ausbildung zur Weinerlebnisberaterin und Wein-Dozentin. Während der Weinprobe informierte siedaher  gekonnt in vielfältiger Weise über die Arbeit und die Besonderheiten ihrer Weine.

 

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