Anzeige

Das Saarländische Justizministerium und die Landesentwicklungsgesellschaft Saar GmbH (LEG Saar) haben eine Kooperation zur Entwicklung eines Maßnahmen- und Handlungsplans „Nachhaltige Justiz“ begründet. Dazu wurde nun eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Die durch die Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium der Justiz und der LEG Saar begründete Nachhaltigkeits-Partnerschaft beginnt nicht bei Null. Im Bereich der saarländischen Justiz sind bereits Maßnahmen zu nachhaltiger Energiegewinnung und -nutzung, Mobilität, Artenvielfalt und Ernährung in Umsetzung. So wird die saarländische Justiz in diesem Frühjahr beispielsweise Partner des Projektes „Saarland Artenreich“, das sich im Interesse des Insektenschutzes zum Ziel gesetzt hat, Lebensräume für gefährdete Tierarten an der Saar zu erhalten und zu schaffen. Ebenso sind in der saarländischen Justiz bereits Elektrofahrzeuge und seit neuestem an mehreren Standorten, etwa beim Amtsgericht Homburg, E-Bikes im Einsatz, die bei Dienstfahrten genutzt werden.

Im Rahmen des Projekts „Regionale Produkte im Justizvollzug“ widmet sich die saarländische Justiz auch der nachhaltigen Beschaffung. Erstmals wird über einen Zeitraum von zwei Jahren ein verstärkter regionaler Bezug des Lebensmitteleinkaufs der Justizvollzugsanstalten, der einen ökologischen, gesundheitspolitischen und letztlich auch regional ökonomischen Mehrwert verspricht, erprobt. Danach sollen grundsätzlich Produkte, auch soweit es sich im Rahmen der Eigenherstellung und Weiterverarbeitung in den Vollzugsanstalten um Vorprodukte wie Mehl oder Fleisch handelt, mit regionalem Bezug bei der Beschaffung bevorzugt werden. Bei der Beschaffung von Gemüse, Salat, Obst und anderen Produkten dieser Produktpalette ist neben der Regionalität auf die Saison- und Spartenverfügbarkeit zu achten, weil der heimische Landwirtschaftssektor bekanntermaßen saisonal und abhängig von dem jeweils angebauten Kulturartenspektrum ist.

Die neue Partnerschaft der Justiz mit der LEG Saar soll diese Ansätze aufgreifen und mit ganzheitlichem Ansatz fortentwickeln. Justizstaatssekretär Roland Theis: „Die saarländische Justiz bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu machen, ist ein ambitioniertes Vorhaben. Wir wollen uns dieser Herausforderung aber stellen. Deshalb haben wir uns auf den Weg gemacht und setzen bereits konkrete Maßnahmen um, die uns unserem Ziel näherbringen. Wer nicht losläuft, kann das Ziel nicht erreichen.“

Die saarländische Justiz nutzt derzeit landesweit über 30 Liegenschaften, die sich auf über 50 Gebäude erstrecken. Die Gesamtgrundfläche dieser Liegenschaften beläuft sich auf über 113.170,95 m². Der Wärmeverbrauch liegt bei rund 15.000.000 kwh, der Stromverbrauch bei rund 3.700.000 kWh und der Wasserverbrauch bei rund 85.000 m³ pro Jahr.

Die Partnerschaft zwischen dem Ministerium der Justiz und der LEG Saar sieht die Einführung eines kontinuierlichen und systematischen Energiecontrollings für alle Liegenschaften, die Optimierung vorhandener Heizungsanlagen mittels moderner Referenzmessungen, eine umfassende energetische Gebäudebewertung und auf Grundlage dessen die Ausarbeitung konkreter energetischer Sanierungskonzepte sowie Machbarkeits- und Umsetzungsstudien vor.

Am Ende soll ein Sanierungsfahrplan für die Justizliegenschaften des Saarlandes stehen, der alle möglichen und zielführenden Einzelmaßnahmen zeitlich wie inhaltlich optimal aufeinander abstimmt und einen langfristig ausgelegten Handlungsrahmen für einen in Abstimmung mit der staatlichen Hochbaubehörde (SHB) zu beschreitenden Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2045 einschließlich der hierfür notwendigen Investitionen nachvollziehbar und transparent darstellt.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Vorheriger ArtikelAuch Bexbach dabei: Startschuss für das Modellprojekt „Digitale Kommunen“
Nächster ArtikelMan höre und staune – ein Frühlingsspaziergang durch das schöne St. Ingbert

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.