Dr. Norbert Fritsch Foto: privat
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Wenn ein Mann, der ein Vierteljahrhundert lang einen Zoo geleitet hat, über den Schutz wilder Tiere spricht, hört man genauer hin. Genau diese Gelegenheit bietet die Homburger Lesezeit zum Start ihrer neuen Saison: Dr. Norbert Fritsch, langjähriger Direktor des Neunkircher Zoos, eröffnet am heutigen Dienstag, 22. September, die beliebte Reihe „VIPs lesen vor“. Beginn ist um 19 Uhr in der Galerie im Kulturzentrum Saalbau in der Oberen Allee 1.

Fritsch hat für seinen Auftritt ein Werk gewählt, das ihm persönlich viel bedeutet. Er liest aus „Kein Platz für wilde Tiere“ von Bernhard Grzimek. Der Zoologe, Tierfilmer und Naturschützer prägte über Jahrzehnte das öffentliche Bewusstsein für bedrohte Arten und zählt bis heute zu den bekanntesten Naturschützern Deutschlands. Dass ausgerechnet ein Zoodirektor dieses Buch mitbringt, gibt dem Abend eine besondere Note.

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Der Vortragende kennt sein Thema aus jahrzehntelanger Praxis. Geboren 1958 in Saarbrücken-Eschringen, studierte Fritsch Biologie und Geografie und promovierte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sein beruflicher Weg führte ihn durch Planungs- und Ingenieurbüros, über die Leitung von Studienreisen bis hin zu langjährigem Engagement beim NABU.

Seine prägendste Rolle übernahm er im Februar 2001, als er an die Spitze des Neunkircher Zoos rückte. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2026 begleitete er dessen Entwicklung und drückte der Einrichtung über 25 Jahre hinweg seinen Stempel auf. Der Naturschutz aber ließ ihn auch nach dem Abschied vom aktiven Berufsleben nicht los.

So ist Fritsch heute oft im Beeder Biotop anzutreffen, wo er sich besonders für die dort lebenden Störche starkmacht. Der Einsatz für heimische Lebensräume bleibt für ihn eine Herzensangelegenheit, die weit über die Grenzen eines Berufslebens hinausreicht.

Die Reihe „VIPs lesen vor“ lebt genau von solchen persönlichen Bezügen. Persönlichkeiten aus Homburg und der Region stellen darin Bücher vor, die sie geprägt oder begeistert haben. Als Teil der Homburger Lesezeit verspricht das Format auch in der neuen Saison wieder zahlreiche literarische Begegnungen. Der Eintritt ist frei.

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