Wer in diesen Tagen über den Christian-Weber-Platz schlendert, merkt sofort: Hier tut sich was. Es ist spürbar kühler, die Luft wirkt angenehmer – und das liegt nicht nur an den sommerlichen Getränken, die bei der offiziellen Einweihung gereicht wurden. Mit dem neuen Schattensystem „Urban Canopee“ setzt Homburg ein sichtbares Zeichen für eine klimafreundlichere Innenstadt.
Das innovative Begrünungselement, das kürzlich bei strahlendem Sonnenschein feierlich eingeweiht wurde, ist mehr als nur ein optischer Hingucker. Gemeinsam mit Karlsberg-Chef Christian Weber stellte Oberbürgermeister Michael Forster die markante Kuppelstruktur vor, die im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) umgesetzt werden konnte.
Was aussieht wie ein futuristisches Kunstobjekt, hat handfeste Wirkung: Das „Urban Canopee“ ist bepflanzt, modular erweiterbar und kann das Mikroklima auf dem Platz spürbar verbessern. Drei bis vier Grad weniger Hitze – besonders an heißen Sommertagen macht dieser Unterschied den Aufenthalt im Stadtzentrum deutlich angenehmer.

Foto: Julia Jager
„Dieses Schattensystem ist ein weiterer Mosaikstein in einem großen Gesamtkonzept, mit dem wir die Aufenthaltsqualität in Homburg Stück für Stück steigern“, betonte OB Forster in seiner Rede. Die neue Begrünung reiht sich ein in eine ganze Serie von Maßnahmen: Die Sommeroase an der St.-Michael-/Talstraße, die Spielstation auf dem Christian-Weber-Platz und jetzt das Canopee – die Innenstadt wird Schritt für Schritt grüner und lebenswerter.
Hopfen aus Homburg – ein Zeichen regionaler Verbundenheit
Ein besonderer Clou: Die Pflanzenauswahl. Statt einer exotischen Bepflanzung wächst hier Hopfen – bereitgestellt von der Karlsberg Brauerei. „Dass wir im Sinne der Regionalität Hopfen einsetzen konnten, ist ein schönes Zeichen unserer Verbundenheit mit der Karlsberg Brauerei“, erklärte Forster.

Foto: Julia Jager
Auch Christian Weber zeigte sich erfreut: „Es ist schön zu sehen, dass sich in der Innenstadt ein stimmiges Gesamtkonzept abzeichnet. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Hopfen Teil dieser Entwicklung sein dürfen und danken der Stadt sowie der Wirtschaftsförderung für ihr Engagement.“
Bunte Eröffnung mit Stelzengängern und Musik
Die Einweihung des neuen Schattenspenders war mehr als eine reine Projektpräsentation. Stelzengänger in bunten Kostümen sorgten für staunende Gesichter, Musik begleitete das Geschehen, und kühle Getränke aus dem Hause Karlsberg rundeten das Erlebnis ab. Auch fürs leibliche Wohl war mit einem kleinen Catering gesorgt.
Unter den Gästen fanden sich Vertreter der Wirtschaftsförderung, Mitglieder des Stadtrats, Ortsvorsteherin Christine Caster sowie Delegierte aus der Partnerstadt Albano Laziale. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich ein Bild vom neuen Stadtmittelpunkt zu machen – und in geselliger Runde ins Gespräch zu kommen.

Foto: Julia Jager
Kunstvolles Leitsystem bringt Orientierung
Im Zuge der Veranstaltung wurde außerdem ein neues, künstlerisch gestaltetes Leitsystem präsentiert. Eine auffällige Hinweistafel auf dem Christian-Weber-Platz verbindet visuell die Homburger Altstadt mit der Urbanen Meile in der Talstraße. Unterstützt wird das Konzept durch Bodenmarkierungen, die Besucher auf neue Entdeckungstouren durch die Innenstadt führen sollen.
Die Stadtverwaltung denkt weiter – und kündigte bereits das nächste Projekt an. Erst am Vortag hatte der Bau-, Umwelt- und Vergabeausschuss grünes Licht für die Planung zur Entsiegelung des Ilmenauer Platzes gegeben. Auch dort soll künftig mehr Grün entstehen. Der Umbau Homburgs zu einer nachhaltigen, modernen Stadt geht also konsequent weiter.
OB Forster nutzte die Gelegenheit, allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung zu danken – allen voran Dagmar Pfeiffer, Amtsleiterin der Wirtschaftsförderung, sowie den zuständigen Fachämtern. Das Urban Canopee ist ein weiterer Schritt auf einem langen Weg – und ein sichtbares Zeichen dafür, dass Klimaschutz, Stadtgestaltung und Aufenthaltsqualität keine Gegensätze sein müssen.


















