Foto: Katrin Lauer
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Das Königsbruch-Moor bei Homburg könnte eine zentrale Rolle im regionalen Klimaschutz spielen – doch bislang bleibt die Wiedervernässung des Gebietes aus. Die Grünen Homburg kritisieren in einer aktuellen Stellungnahme die saarländische Landesregierung scharf. Statt das ökologische Potenzial des Moores zu nutzen, setze man weiter auf Grundwasserförderung – mit negativen Folgen für Klima und Natur.

Moore gelten weltweit als effiziente natürliche Kohlenstoffspeicher. Werden sie trockengelegt, setzen sie große Mengen CO₂ frei. Die Wiedervernässung hingegen bindet Treibhausgase langfristig. Das Königsbruch, so die Grünen, sei dafür prädestiniert: Es wird nicht landwirtschaftlich genutzt, ist ökologisch vorgeprägt und beherbergt bereits Wasserbüffel zur Landschaftspflege. Auch die Förderung durch Bundesmittel, Paludikultur (also nachhaltige Nutzung nasser Moorflächen), Bildungs- und Tourismuspotenzial sowie ein Beitrag zu Hochwasserschutz sprechen aus Sicht der Partei für ein Umdenken.

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Dennoch plant die SPD-geführte Landesregierung, die Grundwasserförderung im Königsbruchgebiet über die Ottweiler Wasserwerke weiter auszubauen. Die Grünen sehen darin nicht nur einen ökologischen Fehler, sondern einen Rückschritt im Klimaschutz.

„Wer den Klimaschutz ernst meint, muss bei den natürlichen Klimaschützern anfangen – bei unseren Mooren. Die Wiedervernässung des Königsbruch-Moors ist kein Symbolprojekt, sondern eine echte Chance für effektiven Klimaschutz direkt vor Ort“, erklärt Katrin Lauer, Sprecherin des Stadtverbands Grüne Homburg.

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Foto: Katrin Lauer

Auch Winfried Anslinger, Co-Sprecher des Stadtverbands, äußert sich deutlich: „Es ist absolut unverständlich, warum diese Möglichkeit ungenutzt bleibt. Statt Lippenbekenntnissen brauchen wir endlich entschlossenes Handeln – die ökologische Wiederherstellung des Königsbruchs ist dafür ein zentraler Baustein.“

Die Grünen fordern daher ein Umdenken auf Landesebene. Alternativen zur Wassergewinnung – wie die verstärkte Nutzung des Stausees Nonnweiler – seien aus ihrer Sicht ökologisch deutlich verträglicher.

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Fazit der Grünen: Die Wiedervernässung des Königsbruchs sei nicht nur machbar und finanziell förderfähig – sie sei überfällig. Sie fordern ein Umsteuern im Sinne des Klimas, der Natur und künftiger Generationen.

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