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Eine eigene Energie- und Klimaschutzagentur für das Saarland – diese Idee treibt die Grünen im Land nicht erst seit gestern um. Bereits seit 2008 fordert die Partei eine solche Einrichtung. Nun stellt sich der Landesverband ausdrücklich hinter den entsprechenden Vorstoß des Klimaschutzbündnisses und erhöht damit den Druck auf die Landesregierung.

„Die Herausforderungen sind groß“, macht Volker Morbe, Landesvorsitzender der Saar-Grünen, deutlich. Und die Liste der Aufgaben ist in der Tat lang: Die kommunale Wärmeplanung muss auf den Weg gebracht, der Ausbau erneuerbarer Energien spürbar beschleunigt werden. Hinzu kommt die klimaneutrale Umgestaltung der Wirtschaft sowie die Frage, wie sich Städte und Gemeinden an die Folgen der Klimakrise anpassen.

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Aus Sicht der Grünen sollte eine solche Agentur mehr sein als eine reine Beratungsstelle. Sie müsse den Prozess unabhängig durch ein Monitoring begleiten und zugleich das saarländische Klimaschutzgesetz sowie das Klimaschutzkonzept konsequent mit Leben füllen. Morbe sieht die Einrichtung dabei auch als treibende Kraft für regionale Wertschöpfung im Bereich der Erneuerbaren. Wie das gelingen könne, habe eine vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragte Studie zur „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ bereits gezeigt.

Entscheidend sei eine leistungsfähige Anlaufstelle, die Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger fachlich berät, Fördermittel erschließt, Projekte koordiniert und die unterschiedlichen Beteiligten miteinander vernetzt. Gerade den Kommunen fehle es dabei oft nicht am Geld, sondern an dauerhaft verfügbarem Fachwissen und kompetenter Begleitung bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzmaßnahmen.

Denkbar sei die Agentur als interdisziplinär besetztes, unabhängiges Kompetenzzentrum. Land, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerk, Umweltverbände und Gewerkschaften sollten dabei gemeinsam an einem Tisch sitzen. Dem verbreiteten Einwand, eine neue Stelle bedeute automatisch mehr Bürokratie, tritt Morbe entschieden entgegen.

„Eine Energie- und Klimaschutzagentur schafft keine zusätzliche Bürokratie, sondern sorgt dafür, dass Klimaschutz, Energiewende und wirtschaftliche Transformation im Saarland schneller, effizienter und gemeinsam umgesetzt werden“, betont der Landesvorsitzende. Sein Appell an die Verantwortlichen fällt unmissverständlich aus: „Die Landesregierung sollte jetzt endlich handeln und diese Agentur ins Leben rufen.“

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