Bild: Stephan Bonaventura

Am 3. Spieltag der Regionalliga Südwest reist der FC 08 Homburg als Tabellenführer zum Aufsteiger nach Freiberg. Während der FCH seine beiden Auftaktspiele gewinnen konnte, war der Start des Aufsteigers aus Baden-Württemberg alles anderes als optimal. Dennoch warnt FCH-Trainer Timo Wenzel vor dem Gegner.

Zwei Spieltage sind gerade einmal gespielt, dennoch ist im grün-weißen Umfeld eine Euphorie zu spüren, die es so seit vielen Jahren nicht mehr gab. Für das Auswärtsspiel beim SGV Freiberg – beim besten Willen kein Regionalliga-Schlager – kommt gar ein zweiter Fanbus zum Einsatz. Grund ist allen voran der 7:0-Heimerfolg gegen den FSV Frankfurt am vergangenen Sonntag, mit dem man die Tabellenspitze übernahm. Zwar waren die Frankfurter an diesem Nachmittag im Waldstadion nicht konkurrenzfähig, dennoch beeindruckten der Wille und die Leidenschaft, die die Grün-Weißen versprühten.

Beeindruckt waren nicht nur die 1600 Zuschauer, sondern auch Coach Wenzel, der sich nach der Partie „baff“ von der Leistung seines Teams zeigte. Und auch mit der folgenden Trainingswoche war der Trainer mehr als einverstanden. „Die war genauso gut wie in den letzten Wochen auch“, erklärt der 44-Jährige. Wenn man den Worten Wenzels Glauben schenken mag, war also von einem Abheben oder Schlendrian nach der Gala nichts zu spüren. Doch – um eine alte Fußballweisheit zu zitieren – was zählt, ist auf’m Platz. Das Umfeld dürfte mit Argusaugen beobachten, wie die Grün-Weißen am Samstag um 14 Uhr in Freiberg auftreten.

Denn oftmals waren es in den vergangenen Jahren die vermeintlich „leichten“ Gegner, gegen die man sich vor allem auswärts schwertat. Als solchen könnte man die Freiberger auf den ersten Blick durchaus einschätzen, schließlich hat der Aufsteiger aus zwei Spielen noch keinen Punkt geholt und steht auf Platz 17. Doch wer genau hinschaut sieht auch: Sowohl gegen den VfR Aalen als auch gegen die TSG Balingen verlor die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann erst durch einen Last-Minute-Treffer. Auch FCH-Übungsleiter warnt. „Das ist eine spielerisch gute Mannschaft, die momentan tabellarisch nicht da sind, wo sie am Ende stehen werden.“ Ein Blick auf den Kader zeigt in der Tat, dass Freiberg einiges an Erfahrung mitbringt: Spieler wie Marco Kehl-Gómez, Azur Velagic oder Marcel Hofrath stünden wohl jedem Team in der Liga gut zu Gesicht.

Nichtsdestotrotz geht der FCH auch in diese Partie als Favorit. Auch deshalb, weil Wenzel wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Ob da der Grundsatz „Never change a winning team“ greift? „Wir werden die Aufstellung zwar noch einmal überdenken, aber ich glaube schon, dass sie so sein wird wie in den letzten beiden Spielen“, legt der Coach nahe, dass tatsächlich zum dritten Mal hintereinander dieselbe Startformation auf dem Platz stehen könnte. Ebenfalls ein Aspekt, den man in Homburg so schon länger nicht mehr hatte. So wie die Tabellenführung. Die sagt zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht viel aus. Aber sie gibt einen Hinweis darauf, was in dieser Saison gehen könnte. Jedenfalls wenn die Mannschaft mit so viel Willen auf den Platz geht wie gegen den FSV Frankfurt. Den möchte der Trainer von seiner Mannschaft auch sehen. „Wir müssen hungrig bleiben und wollen den nächsten Schritt machen.“

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