Ein klares Dankeschön mitten in der heißen Phase: Während die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 in Saarbrücken auf vollen Touren laufen, hat der Veranstalter am Mittwoch innegehalten, um jenen Stimmen Gehör zu schenken, die sonst eher im Hintergrund agieren. Bei einem Empfang im Hofhaus rückten Partner, Förderer und Medienpartner in den Mittelpunkt – ohne deren Rückhalt das größte inklusive Sportereignis Deutschlands schlicht nicht denkbar wäre.
Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland (SOD), fand dafür deutliche Worte. Die Partnerschaften, die das Bündnis aus Wirtschaft, Institutionen und Medien trägt, seien „unendlich wertvoll“. Ihr Dank galt sowohl den Geld- und Sachleistungen als auch dem persönlichen Einsatz vieler Beschäftigter, die ihre Arbeitszeit als sogenannte Corporate Volunteers in die Spiele einbringen.
Gerade in diesem freiwilligen Engagement sieht Krajewski einen Mehrwert, der weit über die Veranstaltungstage hinausreicht. „Diese Volunteers sammeln viele Erfahrungen, bringen diese anschließend mit in die Firmen und können so die Unternehmenskultur positiv beeinflussen“, sagte die SOD-Präsidentin. Inklusion, so die Botschaft, beginnt nicht an der Sportstätte – sie wandert über die Helferinnen und Helfer zurück in den Berufsalltag.
Krajewski erinnerte zugleich daran, worum es Special Olympics Deutschland im Kern geht: Menschen mit einer geistigen Behinderung den Zugang zum Sport zu öffnen, ihre Bildungschancen zu verbessern und sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Ich bin Ihnen sehr dankbar dafür, dass Sie uns dabei begleiten“, richtete sie sich an die Gäste des Empfangs. Auch SOD-Vizepräsident und Athletensprecher Dennis Mellentin schloss sich an: „Alle Athlet*innen freuen sich sehr über Ihre Unterstützung.“
Für die saarländische Landesregierung sprach Sportminister Reinhold Jost, der die gesellschaftliche Dimension des Engagements betonte. Menschen mit einer geistigen Behinderung, so Jost, seien „besonders“ – und „besonders wertvoll“. Sein Dank galt all jenen, die diese Haltung mit konkreter Unterstützung untermauern, statt sie bei Sonntagsreden zu belassen.
Die Dimension dieses Schulterschlusses lässt sich in Zahlen fassen: Insgesamt 33 Unternehmen und Institutionen stehen als Partner und Förderer hinter den Nationalen Spielen im Saarland. Hinzu kommt eine Medienallianz aus acht TV- und Digitalmedien, die das Ereignis im Land sichtbar macht. Während sich an den Wettkampfstätten die sportlichen Geschichten verdichten, wurde im Hofhaus deutlich, dass hinter jedem Wettkampftag ein dichtes Netz aus Verlässlichkeit, Geld und Idealismus steht – und dass dieses Netz für die Bewegung in Deutschland längst zu einem tragenden Element geworden ist.

















