Symbolbild

Am Donnerstag (18. Februar) hat der Gipfel der Großregion digital über die epidemiologische Lage beraten. Insbesondere in der Moselle ist die Situation angespannt, da dort verstärkt die Virusvarianten auftreten. Ministerpräsident Tobias Hans hat sich gegen erneute Grenzkontrollen ausgesprochen und stattdessen einen konkreten Vorschlag gemacht, wie die gemeinsamen Anstrengungen beim Testen und der Kontaktnachverfolgung zu intensivieren sind. Ziel: den Infektionsschutz in der Grenzregion zu verbessern und gleichzeitig das Leben in der Grenzregion nicht durch Kontrollen an der Grenze zu belasten.

Dazu wird die Landesregierung gemeinsam mit den großen saarländischen Unternehmen, in denen viele französische Mitarbeitende als Grenzpendler beschäftigt sind, ein freiwilliges und flächendeckendes Testkonzept erarbeiten. Ein erstes Gespräch mit Vertretern von VSU und IHK wurde bereits durch die Staatsekretäre Barke und Theis geführt, in dem die Vertreter der Wirtschaft erklärt haben, diese Strategie der Landesregierung tatkräftig zu unterstützen. Ziel sind regelmäßige freiwillige Tests der Mitarbeitenden, um Infektionen am Arbeitsplatz möglichst zu verhindern. Für eine zügige Umsetzung der Testkonzepte wird die Landesregierung den Unternehmen 100.000 Schnelltests zur Verfügung stellen. Darüber hinaus unterstützt das Land gemeinsam mit den französischen Partnern die Einrichtung eines deutsch-französischen Testzentrums durch den Eurodistrict SaarMoselle – dort soll zukünftig Grenzgängern aus beiden Richtungen ein kostenloses und freiwilliges Testangebot gemacht werden. Der Präsident des Eurodistricts, der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, hat diese Einrichtung bereits mit den Partnern im Eurodistrict besprochen und die Planung in Auftrag gegeben.

Ministerpräsident Tobias Hans: „Unsere Antwort auf die gemeinsame Herausforderung der Pandemie ist eine europäische, die auf Zusammenhalt statt auf Abgrenzung setzt. Die unterschiedliche Entwicklung der Pandemie in den einzelnen Teilregionen stellt uns vor die Herausforderung, in unserer europäischen Kernregion gemeinsame Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die effizienten Gesundheitsschutz und offene Grenzen in Einklang bringen. Wir konnten im vergangenen Jahr eine intensive und regelmäßige Abstimmung in der Pandemiebekämpfung erreichen. Darauf können wir jetzt eine ambitionierte Teststrategie aufbauen, die die Verbreitung des Virus samt seiner Varianten besser, mindestens aber ebenso Einhalt gebietet wie belastende Grenzkontrollen.“

Vorheriger ArtikelSPD-Arbeitnehmer kritisieren Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: Unzureichende Kontrolle der Menschenrechte in Lieferketten 
Nächster ArtikelSt. Wendel | Verkehrsunfall mit verletztem Motorradfahrer

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.