V.l.n.r. Felix Jacob, Rudy Auer, Julia Johansen und Tristan Matthias Didion - Foto: Stephan Bonaventura
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Es war keine klassische Ausstellungseröffnung, sondern eher ein leiser Auftakt. Ein „Starten in den Sommer“, wie Julia Johannsen es nennt – mit Raum für wunderbare Kunst, für inspirierende Gespräche, für interessante Begegnungen. Acht Jahre Galeriearbeit, beiläufig gefeiert. Kein Protokoll, kein Pathos. Stattdessen gab es für die Gäste einen Garten aus neuen Bildern und damit einiges zu entdecken.

„Es geht ums Zusammensein“, sagt Johannsen im Gespräch mit Homburg1, „ums frische Beginnen – aber auch ums Innehalten.“ Für diesen Abend hat sie neue Künstler in ihre Galerie in der Saarbrücker Straße in Homburg eingeladen. Zu sehen gibt es neue Impulse, neue Farben – welche auch durch Veränderungen entstehen. Das sieht auch Rudy Auer so, der ein Freund davon ist, sich von der Bauhaus-Lehre zu lösen.

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Werke von Rudy Auer

Auch Felix Jacob ist gekommen, extra aus Karlsruhe. Seine Werke sind rhythmisch, (un)formal, durchzogen von musikalischer Struktur. „Ich komme aus der Musik“, sagt er. „Sie beeinflusst alles.“ Nico Reisich studiert aktuell bei Auer Kunst in Bonn – seine Arbeiten bewegen sich zwischen Aufgabenstellung und Perspektivwechsel. Die Frage: Was sieht der Betrachter, was der Künstler?

Isaac Ayala zeigt große Formate, inspiriert von den Weiten New Mexicos – farbintensiv, emotional, abstrakt. Und auch Tristan Matthias Didion und Erika Kaisarov erkunden Übergänge: zwischen Fotografie und Grafik, zwischen Blüten und digitalem Gefühl, zwischen Flower-Power und Farbverschiebung. „Ich wollte daraus ein neues Gefühl machen“, sagt Schwarz – und trägt ihr Bild gleich als T-Shirt.

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Auch Julia Johannsen präsentierte neue Werke. – Foto: Stephan Bonaventura

Auch Julia Johannsen selbst zeigte neue Werke, leuchtend und überraschend. Ein Garten in Blaugrün, ein Fenster in den Sommer. „Ich lade Sie ein in meinen Garten“, sagt sie zum Schluss ihrer Eröffnungsrede. „Zu Gesprächen, zu Begegnungen, zur Kunst.“

Während draußen die Sonne langsam hinter den Dächern verschwand, entstand drinnen etwas, das bleibt: ein Gefühl von Aufbruch, von Leichtigkeit, von Inspiration. Kein Abend der großen Gesten, sondern einer der stillen Eindrücke. Kunst, die nachwirkt.

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