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In der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) haben sich die Gesundheitsminister aus Bund und Ländern unter anderem über die nächsten Schritte zur Vorgehensweise bei den Auffrischimpfungen, einem Impfangebot für Kinder und Jugendliche sowie möglichen Lolli-PCR-Testungen in KiTa´s und Schulen beraten.

„Beschlossen wurde, dass, im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge, die notwendige Auffrischimpfung ab September mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt werden. Im Saarland kommen, wie bereits zu Beginn der Impfkampagne, mobile Teams in Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen zur Durchführung der Auffrischimpfungen mit einem mRNA-Impfstoff zum Einsatz“, so Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling im Rahmen der GMK. Die Auffrischimpfung wird in der Regel mindestens sechs Monate nach Abschluss der ersten Impfserie angeboten.

Darüber hinaus wird ab September, ebenfalls im Sinne der gesundheitlichen Vorsorge, allen bereits vollständig geimpften Bürgern, die den ersten Impfschutz mit einem Vektor-Impfstoff von AstraZeneca oder Johnson&Johnson erhalten haben, ebenfalls eine weitere Impfung mit den mRNA-Impfstoffen BioNTech oder Moderna angeboten. Dies kann in den Impfzentren der Länder oder durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie durch Betriebsärztinnen und Betriebsärzte erfolgen.

Den Beschluss der GMK vom 6. Mai 2021, allen Kindern und Jugendlichen bis Ende August 2021 ein entsprechendes Impfangebot machen zu wollen, hat das Saarland bereits unabhängig vom heutigen dazugehörigen Beschluss umgesetzt und hält seit einiger Zeit für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren nach ärztlicher Aufklärung und nach Wunsch ein Impfangebot vor. Zudem gibt es in Kooperation mit den Hochschulen des Landes die Möglichkeit für alle Studierenden, sich standortnah im Impfzentrum Saarbrücken impfen zu lassen.

Als weiterer wichtiger Punkt wurde in der GMK auf Initiative des Saarlandes der Einsatz von Lolli-PCR-Testungen in Kindertagesstätten sowie Schulen aufgeführt: „Nach den Sommerferien sollte es unser gemeinsames Ziel sein, das Pandemiegeschehen ohne weitere Schließungen von Kindertagesstätten und Schulen zu beherrschen. Neben den etablierten und gut angenommenen Hygienemaßnahmen und dem lmpffortschritt sind insbesondere umfassende Testkonzepte elementarer Bestandteil dieser Präventionsmaßnahmen“, so Kolling zur saarländischen Forderung im Rahmen der GMK.

Die Diagnosemöglichkeiten haben sich laufend weiterentwickelt und ermöglichen eine breite Testung. Insbesondere die Methode der Pool-PCR-Testung durch Lolli-PCR-Tests eignen sich für ein systematisches und sensitives Testkonzept bei Kindern. „Daher ist es uns sehr wichtig, dass die dazu anfallenden Kosten über die Testverordnung des Bundes geregelt und übernommen werden“, betont Kolling abschließend. Der Bund darf die Länder bei der Kampagne nicht alleine lassen.

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