14 Mannschaften, ein Ziel und jede Menge Leidenschaft auf dem Rasen: Am 19. Mai 2026 ermitteln die saarländischen Werkstätten für behinderte Menschen ihren Fußball-Meister. Austragungsort ist das Sportstadion des FV Lebach in der Schlesierallee 22, wo ab 9 Uhr der Ball rollt. Das Finale steht um 13 Uhr an, eine halbe Stunde später folgt die Siegerehrung. Für den Gewinner der ersten Mannschaften geht es dabei um mehr als nur den Titel im Saarland – er löst gleichzeitig das Ticket zur Deutschen Fußball-Meisterschaft der WfbM in Duisburg.
Damit möglichst viele Beschäftigte der Werkstätten aktiv mitmachen können, setzt das Turnier auf ein bewährtes Modell aus dem Inklusionsfußball: Jede Einrichtung stellt eine erste und eine zweite Mannschaft. Beide Gruppen spielen ihren eigenen Sieger aus, sodass faire Bedingungen und echte Spielfreude für alle garantiert sind. Im Mittelpunkt stehen Fairplay, Teamgeist und gegenseitige Wertschätzung – Werte, die weit über den Platzrand hinausreichen.
Staatssekretär Torsten Lang vom saarländischen Ministerium für Inneres, Bauen und Sport ordnet das Turnier in einen größeren Zusammenhang ein: „Sport vereint Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und hilft, Grenzen zwischen ihnen abzubauen; er trägt maßgeblich dazu bei, Zusammenhalt, Fairness, Respekt und Toleranz zu fördern.“ Gerade im Saarland habe das Thema Inklusion einen hohen Stellenwert, betonte Lang. Die Meisterschaft der Werkstätten zeige eindrucksvoll, wie sehr Inklusion in der saarländischen Heimat gelebt werde.
Auch Michael Schneider, Geschäftsführer des Landesverbands Arbeit-Bildung-Teilhabe Saarland, unterstreicht die Bedeutung des Turniers für die Teilnehmenden: „Fußball stärkt Teamgeist, Selbstbewusstsein und Inklusion – hier zählt jeder gleich. Für die Teilnehmenden ist das Turnier mehr als Sport: Es ist gelebtes Miteinander und ein Highlight des Jahres.“ Für viele Spielerinnen und Spieler bietet der Wettkampf eine Gelegenheit, soziale Kompetenzen zu stärken, Selbstvertrauen aufzubauen und gemeinsam erlebte Erfolge mit nach Hause zu nehmen.
Der Landesverband Arbeit-Bildung-Teilhabe Saarland vertritt als Fachverband die Interessen der Werkstätten für behinderte Menschen sowie der Inklusionsbetriebe und -abteilungen im Bundesland. Rund 3.800 Arbeitsplätze stellen die saarländischen WfbM derzeit für Menschen mit Behinderung bereit. Darüber hinaus ermöglichen Inklusionsbetriebe und -abteilungen, die zum ersten Arbeitsmarkt zählen, etwa 250 Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, bei der Kolleginnen und Kollegen mit und ohne Behinderung Seite an Seite arbeiten.
Das Turnier in Lebach ist damit weit mehr als ein sportliches Kräftemessen. Es macht sichtbar, was gelingen kann, wenn Teilhabe nicht nur auf dem Papier steht, sondern auf dem Fußballplatz gelebt wird – mit Ehrgeiz, Respekt und der gemeinsamen Freude am Spiel.



















