An der Spitze der saarländischen Landespolizeidirektion vollzieht sich ein bemerkenswerter Wechsel: Natalie Grandjean, bisher Landespolizeidirektorin, verlässt die Behörde und übernimmt eine neue Schlüsselposition im Verfassungsschutz des Saarlandes. Bereits seit dem 1. Juni 2026 leitet sie gemeinsam mit Ulrich Pohl die Abteilung V im Innenministerium, die sich den Aufgaben des Verfassungsschutzes widmet.
Grandjean blickt auf eine lange Laufbahn innerhalb der saarländischen Polizei zurück. In verschiedenen Führungspositionen prägte sie die Entwicklung der Behörde über Jahre hinweg mit. Das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport würdigt ihren Einsatz ausdrücklich und hebt besonders ihre fachliche Tiefe sowie ihr modernes Führungsverständnis hervor.
Professionalität und Integrität – das sind die Begriffe, die im Ministerium am häufigsten fallen, wenn von ihrer Arbeit die Rede ist. Grandjean habe nicht nur Verantwortung übernommen, sondern die Organisation aktiv weiterentwickelt und Akzente gesetzt, die über ihre Amtszeit hinaus Wirkung entfalten dürften.
Ihre Nachfolge an der Spitze der Landespolizeidirektion tritt mit sofortiger Wirkung Eric Schweizer an. Der erfahrene Polizeiführer, bislang Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz, wurde mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt. Schweizer bringt jahrzehntelange Führungserfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der saarländischen Polizei mit und war zuletzt für zentrale Fragen der Einsatzplanung sowie die strategische Weiterentwicklung der Behörde zuständig.
Innenminister Reinhold Jost zeigt sich überzeugt von der Personalentscheidung. „Eric Schweizer steht für eine moderne, bürgernahe und leistungsfähige Polizei im Saarland. Er führt damit die Führungsphilosophie von Natalie Grandjean fort“, erklärte der Minister. Mit seiner umfassenden fachlichen Expertise und seiner langjährigen Erfahrung bringe Schweizer die Voraussetzungen mit, „die Landespolizeidirektion in einer Zeit vielfältiger sicherheitspolitischer Herausforderungen erfolgreich zu führen“.
Der Wechsel an der Spitze fällt in eine Phase, in der innere Sicherheit, Gefahrenabwehr und Verfassungsschutz zunehmend miteinander verzahnt gedacht werden müssen. Dass Grandjean ausgerechnet in den Verfassungsschutz wechselt, während Schweizer aus dem operativen Einsatzgeschäft nachrückt, zeigt: Das Saarland setzt auf erfahrene Köpfe, die die jeweiligen Aufgabenfelder aus eigener Praxis kennen. Die Kontinuität in der Führungsphilosophie, die Jost ausdrücklich betont, dürfte dabei das Signal nach innen sein – sowohl in Richtung der Beschäftigten als auch in Richtung der Öffentlichkeit.























