Wenn an diesem Dienstag in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften des Schwimm-Verbandes eröffnet werden, ist auch das Saarland prominent vertreten. Mit Jolina Schmolt und Anja Schaumburger schicken der Schwimmclub 1926 Homburg gleich zwei Athletinnen zu den nationalen Titelkämpfen, die als sportlicher Höhepunkt des deutschen Schwimmnachwuchses gelten.
Die größten Hoffnungen ruhen dabei auf der 17-jährigen Jolina Schmolt. Die Freistilspezialistin, die in einer Startgemeinschaft mit der SSG Saar Max Ritter antritt, hat sich für nicht weniger als fünf Strecken qualifiziert. Über 400 Meter Freistil führt sie die Meldeliste ihres Jahrgangs mit einer Zeit von 4:24,85 Minuten sogar an – ein klares Signal an die Konkurrenz.
Auch über die halbe Distanz zählt Schmolt zum erweiterten Favoritenkreis: Mit 2:05,29 Minuten geht sie als Dritte der Meldeliste über 200 Meter Freistil ins Rennen. Dass sie die Form mitbringt, hatte sie zuletzt eindrucksvoll bewiesen. Erst vor wenigen Wochen sicherte sie sich in Stuttgart in der offenen Wertung den Titel der Süddeutschen Meisterin über 200 Meter Freistil.
Der Wettkampfplan der Homburgerin liest sich entsprechend dicht. Bereits am Dienstagvormittag startet sie über 100 Meter Freistil, für die sie mit 59,03 Sekunden gemeldet ist. Es folgen die 400 Meter am Mittwoch, die 200 Meter am Donnerstag und die langen 800 Meter am Freitag. Den Abschluss bildet am Samstag der Sprint über 50 Meter, den sie mit einer im Mai bei den Saarländischen Langbahnmeisterschaften aufgestellten Bestzeit von 27,76 Sekunden in Angriff nimmt.
Ebenfalls auf den Berliner Startblöcken steht Anja Schaumburger. Die 15-Jährige aus Einöd hat ihre Qualifikation in einer anderen Disziplingruppe geschafft und setzt vor allem auf die Rückenlage. Über vier Strecken ist sie angemeldet: 200 Meter Rücken in 2:30,04 Minuten, 100 Meter Rücken in 1:09,59 Minuten und 50 Meter Rücken in 32,59 Sekunden. Hinzu kommt der Freistilsprint über 50 Meter, für den sie mit 28,47 Sekunden auf der Meldeliste steht.
Im Verein wird die doppelte Qualifikation als Bestätigung jahrelanger Nachwuchsarbeit verstanden. „Mit zwei Athletinnen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026 vertreten zu sein, ist für unseren Wassersportverein eine besondere Auszeichnung“, sagt Anca Berdel, Pressewartin des Schwimmclub 1926 Homburg. Die Startplätze, betont sie, seien das Resultat von „konstantem Fleiß und großem Einsatz“.
Entsprechend groß ist die Anspannung vor den Rennen in der Hauptstadt. „Wir drücken Anja und Jolina sowie ihrem Trainerteam ganz fest die Daumen und wünschen beiden für die Titelwettkämpfe schnelle Zeiten und Nervenstärke“, so Berdel weiter. Für die beiden Homburgerinnen geht es nun darum, die Meldezeiten zu bestätigen – und im besten Fall um Medaillen mitzuschwimmen.


















