Foto: MFW —
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An der Universität des Saarlandes steht zu Beginn des neuen Jahres ein bedeutender personeller Schritt in der Forschung zu intelligenten Materialien an. Mit dem 7. Januar 2026 übernimmt der bisherige Juniorprofessor Dr. Gianluca Rizzello eine neu geschaffene Professur für adaptive polymerbasierte Systeme und wird damit das Profil der Universität in einem zukunftsorientierten Feld weiter schärfen.

Die formale Ernennung erfolgte am 8. Dezember 2025 im saarländischen Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft. Dort erhielt Gianluca Rizzello seine Ernennungsurkunde zum Universitätsprofessor. Er ist derzeit noch in der Fachrichtung Systems Engineering der Universität des Saarlandes tätig und wechselt nun in die neue Professur, die Forschung und Lehre rund um intelligente Polymersysteme bündeln soll.

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Rizzello hat Regelungstechnik an der Technischen Universität Bari im süditalienischen Bari studiert. An derselben Universität promovierte er anschließend im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien. Nach mehreren Jahren in Italien wechselte er 2016 an die Universität des Saarlandes, zunächst als Postdoktorand von 2016 bis 2019. Seit 2020 ist er dort als Juniorprofessor aktiv und hat in dieser Rolle bereits eigene Forschungsrichtungen aufgebaut.

Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung innovativer mechatronischer und robotischer Systeme, die auf elektrogesteuerten künstlichen Muskeln basieren. Dabei verfolgt Rizzello einen klar multidisziplinären Ansatz: Er kombiniert multifunktionale Materialien mit intelligenten Algorithmen, um neuartige Systeme zu realisieren. Diese finden vor allem in der Soft-Robotik und in der Gewinnung von Umgebungsenergie Anwendung, also in Bereichen, in denen flexible, anpassungsfähige Technologien gefragt sind.

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Mit der neuen Professur für adaptive polymerbasierte Systeme wird Gianluca Rizzello an der Universität des Saarlandes den Bereich der intelligenten Polymersysteme in Forschung und Lehre interdisziplinär vertreten. Ein besonderer Fokus soll dabei auf dem Bezug zum Saarland liegen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen künftig Fragen der Nachhaltigkeit, der Energieeffizienz und der Autonomie solcher Systeme, die perspektivisch auch für regionale Projekte und Kooperationen von Bedeutung sein können.

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