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In vielen saarländischen Orten wird derzeit geplant, gebaut, renoviert und verschönert – vom neuen Bolzplatz bis zum öffentlichen Bücherschrank. Anlass ist die 26. Förderrunde des Landesprogramms „Saarland zum Selbermachen“, aus der jetzt 27 Projekte eine finanzielle Unterstützung erhalten.

Die unabhängige, ehrenamtliche Jury des Programms hatte in dieser Runde 36 Anträge auf dem Tisch. 27 davon wurden für eine Förderung ausgewählt. Insgesamt fließen 42.862 Euro in gemeinnützige Vorhaben im ganzen Saarland, die das Miteinander vor Ort stärken und das Lebensumfeld verbessern sollen.

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Ministerpräsidentin Anke Rehlinger würdigte das Engagement der Beteiligten ausdrücklich. „Die Initiative ‚Saarland zum Selbermachen‘ steht für gelebten Zusammenhalt und bürgerschaftliches Engagement. Die ausgezeichneten Projekte der 26. Runde zeigen wieder eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft, Solidarität und Gemeinsinn in unserem Land stecken. Ich freue mich über das tolle Engagement vieler Saarländerinnen und Saarländer, die sich mit viel Kreativität freiwillig für die Gemeinschaft engagieren und auch gerne an einer positiven Gestaltung ihres Lebensumfeldes mitwirken. Für diese aktive Mitgestaltung danke ich allen Projektträgern ganz herzlich“, sagte Rehlinger.

Zu den geförderten Vorhaben gehören sehr unterschiedliche Projekte: In Beckingen wird die Begegnungsstätte im Daaßenecken weiter ausgestaltet, in Schwalbach entsteht ein neuer Bolzplatz. Mehrere Vereine investieren in ihre Infrastruktur, etwa der Musikverein Reimsbach-Oppen 1909 e. V. und der Schützenverein Hubertus Rathen e. V., die jeweils ihre Gemeinschaftsküchen renovieren. In Riegelsberg ist der Bau einer Grillhütte geplant, in Oberthal werden Ruhe- und Seniorenbänke errichtet, und der Bouleverein BC Rehlingen e. V. sowie die Sportfreunde 1922 Rehlingen e. V. nehmen ihre Außenanlagen und Spielplätze in den Blick.

Auch der Bereich Lesen und Bildung ist vertreten: Die Geschichtswerkstatt Wadrilltal e. V., die Initiative Homburger Wollen Helfen und der Verein Rasselbande e. V. richten öffentliche Bücherschränke ein. Die „Leseoma“ Marianne Jochum setzt auf Lese- und Sprachförderung von Kindern. Der Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg schafft Lagerraum für das Projekt „Brillen ohne Grenzen“, während der VDM Mainzweiler e. V. Präsentationstechnik für eine Zukunftswerkstatt anschafft.

Tierschutz und Sicherheit spielen ebenfalls eine Rolle. Eine Wärmebilddrohne für Kitz- und Tierrettung wird von Andrea Glomba angeschafft, der Tiernotruf Saarland e. V. erhält Unterstützung für neue Einsatzausrüstung. Die Stadttauben Ottweiler planen den Bau einer Außenvoliere zur Versorgung von Stadttauben. Die Malteser Ortsgruppe Wadern-Steinberg und der OGV Merchweiler e. V. setzen auf Elektrosanierungsmaßnahmen, die Adventgemeinde Völklingen stattet einen Verschenkebasar aus. Weitere Projekte betreffen etwa einen Sicherheitszaun am Gemeinschaftshaus der protestantischen Kirchengemeinde Hoof, eine Hütte am Pflanzgarten in Osterbrücken, die Dachreparatur eines Lagercontainers der Vereinsgemeinschaft Nussknacker e. V., die Neugestaltung der Außenanlage des Jugendclubs Bosen-Eckelhausen e. V., die Sanierung und Neugestaltung eines Spiel- und Bolzplatzes des katholischen Jugendclubs Löstertal sowie das Stadtteilkultur-Projekt „Bürgerpark – Hafeninsel“ der Bürgerpark Initiative e. V.

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Das Programm „Saarland zum Selbermachen“ läuft seit Sommer 2013. Ziel ist es, die Anerkennungskultur im Ehrenamt zu stärken, besonderes bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen und sichtbar zu machen. Gefördert werden gemeinwohlorientierte Projekte von Bürgern, Vereinen, Initiativen und Zusammenschlüssen, die konkrete Herausforderungen im lokalen und regionalen Umfeld aufgreifen und Lösungen vor Ort umsetzen.

In den vergangenen Jahren ist so ein beachtliches Fördervolumen zusammengekommen. Seit dem Start konnten 529 Projekte mit insgesamt 1.012.278 Euro unterstützt werden. Das Spektrum reicht von Kultur-, Freizeit- und Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche über denkmalpflegerische Maßnahmen und die Restaurierung öffentlicher Einrichtungen bis hin zu sportlichen Initiativen sowie Integrations- und Unterstützungsprojekten, unter anderem in der Flüchtlingshilfe. Die aktuelle Förderrunde knüpft an diese Linie an und zeigt, wie vielfältig das Engagement im Saarland inzwischen geworden ist.