Bild: MIBS.
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Innenminister Klaus Bouillon und Ministerpräsident Tobias Hans haben im Landespolizeipräsidium die neue Operative Einheit Flex, kurz: OpE Flex, der saarländischen Polizei vorgestellt.

 Die Einheit ist eine Fortentwicklung der bereits bestehenden Operativen Einheit Saarland (OpE SL), die als organisatorisch selbständige Einheit bei den sechs Polizeiinspektionen Saarbrücken-Stadt, Saarbrücken-Burbach, Neunkirchen, Saarlouis, Homburg und St. Wendel eingerichtet ist. Die neue OpE Flex soll  ein schnelles und effektives polizeiliches Eingreifen bei unerwarteten und spontanen Verstößen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewährleisten und ist flexibel und unmittelbar einsetzbar.

Ministerpräsident Tobias Hans: „Gerade in den letzten Jahren sind die Anforderungen an eine professionelle und bürgernahe Polizeiarbeit immer komplexer und schwieriger geworden. Hinzu kommt, dass die Gewaltbereitschaft und Respektlosigkeit gegenüber unseren Polizisten in jüngster Zeit immer mehr zunehmen. Deshalb ist es uns sehr wichtig, dass unsere Polizei in personeller, technischer und infrastruktureller Hinsicht bestmöglich für ihre Einsätze gerüstet ist. Die neue OpE Flex erweitert die bereits bestehende Operative Einheit Saarland und gewährleistet ein schnelleres und flexibleres Eingreifen bei unerwarteten, lebensbedrohlichen oder spontanen Einsatzlagen. Die neue Einheit steht für schnelles und effektives Handeln. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag für ein hohes Maß an innerer Sicherheit und stärkt die Polizeiarbeit vor Ort.“

In Abstimmung mit dem Innenministerium hat das Landespolizeipräsidium Entwicklungsarbeit geleistet, um die neue Einheit für die Polizei des Saarlandes ins Leben zu rufen und damit eine schnellere Reaktionsfähigkeit, insbesondere bei polizeilichen Sofortlagen, gewährleisten zu können. Die OpE Flex soll an den sechs bereits bestehenden OpE-Standorten stationiert werden, deren Personalstärke jeweils erhöht wird: Statt bisher 18 Polizistinnen und Polizisten werden pro Standort nun 21 Einsatzkräfte ihren Dienst verrichten. Insgesamt steigt die Zahl der Polizeibeamtinnen und -beamten damit von 108 auf 126.

Zu den Aufgabenfeldern der speziell ausgebildeten und ausgerüsteten OpE Flex gehören:

  • Die Unterstützung des Wach- und Streifendienstes aller Polizeiinspektionen sowie die Erhöhung der Anzahl der zur Verfügung stehenden Wach- und Streifenkommando. Die OpE Flex wird vor allem zur Nachtzeit und am Wochenende unterstützen können. Das ermöglicht zum einen verstärkte Präsenz in der Fläche sowie proaktive Kontroll- und Präventionsmaßnahmen und bildet zum anderen auch eine zusätzliche Risikoabsicherung für die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten gerade in potenziell gefährlichen Einsatzsituationen.
  • Sofortmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen
  • Gewährleistung einer Alarmeinheit, inklusive eines Beweissicherungstrupps, der unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen festgestellte Straftaten u.a. mit moderner Videotechnik beweissicher dokumentiert
  • Einsatzeinheit für größere, planbare Einsatzlagen wie Fußballbegegnungen mit erwarteten Störungen oder Versammlungslagen

Die sechs Standorte bilden eine (geschlossene) Einheit unter einheitlicher Führung und in taktischer Gliederung. Damit steht der Polizei des Saarlandes neben der Bereitschaftspolizei eine weitere Einsatzeinheit zur Verfügung.

Innenminister Klaus Bouillon: „Für die Weiterentwicklung der ehemaligen OpE zur OpE Flex haben wir rund 205.000 Euro in die Ausstattung investiert. Konkret wurden mit dem Geld neue Schutzwesten, -helme, -schilde, Waffen und Laptops angeschafft. Darüber hinaus wird der Einheit zukünftig – neben den bereits vorhandenen Streifenfahrzeugen – an jedem Standort ein robustes, hochmotorisiertes, geländegängiges Fahrzeug zur Verfügung stehen. Mit diesen Einsatzmitteln sind unsere Polizisten nicht nur auf alle möglichen Einsatzlagen bestens vorbereitet, sondern vor allen Dingen auch während des Einsatzes gut geschützt.“

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