Bürgermeister Rippel bedankt sich bei Sebastian Bernd und Marion Wagner
Foto: Stadt Homburg — Zur Veranstaltung „Stricken im Kino“ bedankte sich Bürgermeister Manfred Rippel (vorn rechts) besonders bei Sebastian Bernd und Marion Wagner (vorn v. l.) für deren Engagement.
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Das Licht im Saal bleibt an diesem Sonntagvormittag ein wenig heller als sonst, leise klackende Nadeln mischen sich mit dem Rascheln von Popcorntüten: Im Eden-Cinehouse in Homburg wird nicht nur geschaut, sondern auch gestrickt und gehäkelt. Das Kino hat sich Ende November an der Aktion „Stricken im Kino“ beteiligt – einem Format, das Filmgenuss und Handarbeit ganz bewusst zusammenbringt.

Bei dieser besonderen Vorstellung ist Handarbeit ausdrücklich erwünscht. Während der Film läuft, dürfen Besucher im Kinosaal stricken oder häkeln, unterstützt von einer sanften Beleuchtung, die es ermöglicht, Maschen und Muster gut zu erkennen. Das Eden-Cinehouse öffnete dafür seine Türen zu einer Matinee, bei der nicht nur das Leinwandgeschehen im Mittelpunkt stand, sondern auch das gemeinsame Tun im Publikum.

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Zum Auftakt der Veranstaltung war Homburgs Bürgermeister Manfred Rippel ins Eden-Cinehouse gekommen. Er nutzte den Beginn von „Stricken im Kino“, um den Beteiligten für ihren Einsatz zu danken. Rippel betonte, diese Veranstaltung verbinde „Kino, Kreativität und Gemeinschaft auf wunderbare Weise“. Sein besonderer Dank galt Kinobetreiber Sebastian Bernd und seinem Team, die mit ihrem Engagement nach Ansicht des Bürgermeisters das kulturelle Leben in Homburg bereichern.

Ebenso würdigte Rippel die Initiatorin der Aktion in Homburg, Marion Wagner. Sie habe die Idee nach Homburg gebracht und organisatorisch begleitet. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Stadt bereits mehrfach von ihrem Einsatz profitiert habe. Als Beispiel nannte er ein eindrucksvolles Strickprojekt gegen Gewalt an Frauen, das Homburg gemeinsam mit der italienischen Partnerstadt Albano Laziale umgesetzt habe. Bei diesem Projekt habe die Strickexpertin nicht nur das Material kostenlos zur Verfügung gestellt, sondern die Mitmacherinnen und Mitmacher auch mit handwerklichem Wissen und kreativen Ideen unterstützt.

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„Durch diese gemeinsame Aktion ist ein beeindruckendes Strickwerk als starkes Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts entstanden, für das wir sogar beim Europapreis ausgezeichnet worden sind“, berichtete der Bürgermeister. Genau diese Verbindung aus Kreativität, Gemeinschaft und sozialem Engagement lasse sich nun erneut bei „Stricken im Kino“ erleben, so Rippel.

Im Saal schaute sich der Bürgermeister um und stellte erfreut fest, dass sich nicht nur Frauen, sondern auch einige Männer mit Strickzeug eingefunden hatten. Er zeigte sich beeindruckt von der Fähigkeit vieler Anwesender, gleichzeitig zu stricken, einen Film zu verfolgen und möglicherweise auch noch eine Tüte Popcorn zu genießen. Zum Abschluss seines Besuchs wünschte Rippel allen Besucherinnen und Besuchern „einen wunderbaren Vormittag, viel Freude mit dem Film ‚Der Salzpfad‘ und ein schönes Erlebnis beim Stricken, beim Zuschauen – und beim Zusammensein.“

Mit dieser Mischung aus Film, Handarbeit und Begegnung setzt das Eden-Cinehouse einen weiteren Akzent im Homburger Kulturkalender – und knüpft an Projekte an, bei denen Wolle und Nadeln längst mehr sind als nur Material für neue Schals und Decken.

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