Bild: Stephan Bonaventura

Nachdem Matthias Mink als Trainer des FC Homburg unter der Woche seinen Hut nehmen musste, steht am Samstag das erste Spiel unter dem vorläufigen Interimscoach Joti Stamatopoulos auf dem Programm. Zu Gast im Waldstadion ist am 24. Spieltag der Regionalliga Südwest der Drittletzte TSV Schott Mainz. Auf dem Papier eine durchaus lösbare Aufgabe, die jedoch durch die angespannte personelle Situation erschwert wird.

Es dauerte gerade einmal rund zwei Stunden, bis Matthias Mink nach der 1:3-Heimniederlage gegen den SC Freiburg II entlassen wurde. Zu oft waren der Mannschaft in den letzten Monaten dieselben Fehler unterlaufen. Ein deutliches Indiz dafür, dass Mink das Team nicht mehr erreichte. Der 1. Vorsitzende Eric Gouverneur begründete die Entscheidung am Ende denn auch vor allem mit Kommunikationsproblemen zwischen Trainer und Mannschaft. Gegen den TSV Schott Mainz dürfte es für den neuen Chefcoach Stamatopoulos deswegen in der Kürze der Zeit in der Spielvorbeitung vor allem darum gehen, eine andere Ansprache an das Team zu finden. Schließlich kann man die Verunsicherung der letzten Wochen gegen eine Mannschaft im Abstiegskampf gar nicht gebrauchen. Das lässt sich auch aus den Worten herauslesen, die der Übungsleiter vor dem Spiel findet. „Ich erwarte von unserer Mannschaft, dass wir von Anfang an total überzeugt sind, aggressiv sind und robust spielen.“ 

Klare Vorgaben also vom 48-Jährigen, für den sich laut eigener Aussage im Vergleich zu seiner Funktion als Co-Trainer nicht viel verändert hat. „Vom Arbeitsaufwand her ist eigentlich alles gleich geblieben. Nur die Öffentlichkeitsarbeit ist eben mehr geworden.“ Gerade diese Öffentlichkeit wird mit Spannung beobachten, wie die Grün-Weißen nun gegen einen Abstiegskandidaten wie Mainz auftreten. Zumindest die Zahlen sprechen im Grunde trotz der Negativserie eindeutig für die Hausherren.

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Mainz hat in der Fremde gerade einmal vier Punkte eingefahren und steht somit auf dem vorletzten Platz in der Auswärtstabelle. Sage und schreibe 35 Gegentore hat man auswärts in zehn Spielen bereits kassiert. Ein Gegner also, der in der derzeitigen Situation gerade recht kommt, möchte man meinen. Doch naturgemäß warnt Stamatopoulos auch vor dem Aufsteiger. „Das ist eine sehr robuste Mannschaft, die viel über die körperliche Schiene kommt. Sie haben aber auch gute Fußballer drin.“ Das musste der FCH in der Hinrunde bereits erfahren, als man in Mainz sang- und klanglos mit 3:0 unterging. Dennoch wirkt „Joti”, wie er im Umfeld von allen genannt wird, selbstbewusst und optimistisch ob der morgigen Aufgabe.

Erschwerend kommt allerdings hinzu, dass der FCH personell zunehmend auf dem Zahnfleisch geht. Ausgerechnet im Defensivverbund, dem es in den letzten Spielen ohnehin an Stabilität fehlte, stellt sich die Mannschaft quasi von allein auf. Verletzungsbedingt fallen Maurice Springfeld, Ivan Sachanenko, Tim Stegerer und nun auch Luca Plattenhardt aus. Dazu kommt eine Gelbsperre von Stefano Maier. Im Sturm wird Patrick Dulleck nach seiner roten Karte fehlen. Treffend spricht Stamatopoulos denn auch vom „letzten Aufgebot“. Auf diesem lastet am Samstag eine gehörige Verantwortung, denn sollten die Homburger gegen den Drittletzten nicht punkten, dürfte sportlich, aber auch mental, endgültig der Abstiegskampf eingeläutet sein.

   

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