Wenn der FC 08 Homburg am Samstag im Mainzer Bruchwegstadion antritt, steht für die Grün-Weißen mehr als nur ein gewöhnliches Auswärtsspiel auf dem Programm. Denn die letzten Wochen waren geprägt von schwankenden Leistungen und zu vielen Unentschieden. Nun soll gegen die U23 des 1. FSV Mainz 05 endlich wieder ein Dreier her, um den Anschluss an die obere Tabellenregion nicht zu verlieren.
Die Ausgangslage ist klar: Seit drei Partien wartet der FCH auf einen Sieg. Nach der Niederlage gegen Walldorf folgte ein packendes 2:2 in Offenbach, ehe man zuletzt gegen Steinbach Haiger trotz Überzahl nicht über ein 1:1 hinauskam. „Wir waren dominant, haben viel Aufwand betrieben, aber es fehlte die Effizienz“, hatte Trainer Roland Seitz danach nüchtern festgestellt. Mit 9 Punkten aus 7 Spielen rangieren die Homburger aktuell auf Platz 8 – ausbaufähig.
Beim kommenden Gegner wartet jedoch eine echte Prüfung. Die Mainzer U23 ist seit fünf Spielen ungeschlagen, hat zuletzt Bayern Alzenau klar besiegt und im eigenen Stadion noch keine Niederlage kassiert. „Mainz hat Größen wie Offenbach und Stuttgart geschlagen, das sagt einiges über ihre Qualität“, warnte Seitz in der Pressekonferenz. Für ihn liegt der Schlüssel im Mentalen: „Wie bei jeder U-Mannschaft musst du ihnen die Lust nehmen, ihnen die Freude am Spiel nehmen. Dann kannst du auch erfolgreich sein.“
Für Justin Petermann ist das Duell eine Rückkehr, schließlich spielte er lange im Mainzer Nachwuchs. Doch der Mittelfeldmann bleibt gelassen: „Für mich ist das inzwischen ein ganz normales Spiel. Klar kennt man noch den einen oder anderen, aber für mich ist das einfach eine Aufgabe wie jede andere. Wir wollen ein gutes Spiel machen und drei Punkte mitnehmen.“
Personell gibt es Licht und Schatten. Kapitän Mart Ristl ist wieder ins Training eingestiegen, sein Einsatz bleibt jedoch fraglich. Definitiv fehlen wird Abwehrmann Nils Röseler nach einem Schlag aufs Knie. Dazu wackelt auch Nico Jörg, der gegen Steinbach mit Adduktorenproblemen ausgewechselt wurde. Immerhin kehrt Oliver Kovacic nach seiner Pause wieder in den Kader zurück.
Die Bilanz gegen die zweite Mannschaft der Rheinhessen spricht für Homburg: Acht Siege, vier Unentschieden und fünf Niederlagen stehen bislang zu Buche. Besonders in Erinnerung: der 4:0-Heimerfolg im Dezember 2024, als Kirchhoff, Heilig, Weihrauch und Ristl trafen. Auch in Mainz konnte der FCH schon jubeln – zuletzt im Oktober 2023 bei einem spektakulären 4:2-Sieg.
Doch wenn es in Mainz klappen soll, muss die Mannschaft endlich defensiv stabiler stehen. Zu oft in dieser Saison kassierte der FCH Gegentore aus wenigen Möglichkeiten – zu einfache Treffer, die Spiele unnötig kippen ließen. „Insgesamt sind wir uns einig, dass wir weniger Tore kassieren müssen“, so Seitz, der sich von seinen Routiniers mehr Souveränität in den entscheidenden Szenen erwartet. Dass die Qualität im Kader dafür vorhanden ist, steht für den Coach außer Frage.
Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr im Mainzer Bruchwegstadion. Rund 90 Minuten später wird klar sein, ob der FCH den Umschwung schafft – und mit drei Punkten im Gepäck zurück ins Saarland fährt



















