Der 1. Vorsitzende der Marinekameradschaft Homburg, Manfred Abel, die Kommandeurin des 3. Minensuchgeschwaders Fregattenkapitän Inka von Puttkamer, Bürgermeister Manfred Rippel, die Kommandeurin der „Homburg“, Kapitänleutnant Cornelia Just, und der Präsident des Deutschen Marinebundes, Heinz Maurus (v. l. n. r.). Foto: Jürgen Kruthoff/ Stadtverwaltung Homburg
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Mit einem umfangreichen Programm feiert die Stadt Homburg an diesem Wochenende das 30-jährige Jubiläum ihrer Patenschaft mit dem Minenjagdboot „Homburg“ der Bundesmarine. Bereits seit 1981 bestand eine enge Verbindung zum Minensuchboot „Spica“, die nach dessen Außerdienststellung Anfang der 90er-Jahre durch das Nachfolgeboot fortgesetzt wurde. Getragen von der Marinekameradschaft Homburg blieb die Patenschaft stets lebendig.

Zum Auftakt des Jubiläumswochenendes eröffneten Bürgermeister Manfred Rippel und Fregattenkapitän Inka von Puttkamer, Kommandeurin des 3. Minensuchgeschwaders, die Ausstellung „Meer know-how. Marine erleben“ im Kulturzentrum Saalbau. Von Puttkamer war von 2016 bis 2019 selbst Kommandantin der „Homburg“ und ist Schirmherrin des Jubiläums.

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Zur Eröffnung kamen neben der aktuellen Kommandantin der „Homburg“, Kapitänleutnant Cornelia Just, auch der frühere Kommandant Fregattenkapitän Hauke Börm, zahlreiche Besatzungsmitglieder, Vertreter des Deutschen Marinebundes sowie Mitglieder der Marinekameradschaft mit ihrem Vorsitzenden Manfred Abel. Bürgermeister Rippel hieß zudem mehrere Stadtratsmitglieder willkommen.

Rippel hob die Bedeutung des Jubiläums hervor. „Die lebendige Patenschaft wird vor allem durch das Engagement der Marinekameradschaft getragen. Angesichts der schwierigen politischen und militärischen Entwicklungen ist es wichtig, der Bundeswehr und den Soldatinnen und Soldaten die verdiente Wertschätzung für ihren Dienst entgegenzubringen“, sagte er. Besonders die Ausstellung sei ein Beitrag, den Auftrag der Bundeswehr sichtbar zu machen und zugleich für den Dienst zu werben.

Fregattenkapitän von Puttkamer stellte ihre Ansprache unter das Motto Zivilcourage. Passend zum 19. September, dem Tag der Zivilcourage, erinnerte sie an die Werte von Mut und Verantwortungsbewusstsein, die sowohl im zivilen Leben als auch im Dienst der Bundeswehr gefordert seien. Eindrücklich schilderte sie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die auch im Ostseegebiet spürbar seien. „Angriffswellen sind an Bord unmittelbar wahrnehmbar, unser GPS wird gestört – das ist gelebte Realität“, erklärte sie. Umso mehr sei die Courage, die Soldatinnen und Soldaten täglich aufbringen, es wert, gesehen zu werden.

Nach dem offiziellen Teil führten von Puttkamer und Kapitänleutnant Just den Bürgermeister durch die Ausstellung, in der unter anderem eine Unterwasserdrohne präsentiert wurde. Die Schau ist noch bis zum 10. Oktober im Saalbau zu sehen und bietet Einblicke in Technik, Alltag und Aufgaben der Marine.

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Das Jubiläumsprogramm wird am Samstag mit der Veranstaltung „Meer erleben“ auf dem Christian-Weber-Platz sowie einem Konzert des Musikkorps der Reservisten im Saalbau fortgesetzt. Am Sonntag bildet eine Kranzniederlegung auf dem Homburger Friedhof den feierlichen Abschluss des Jubiläumswochenendes.

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