Mehr als ein Vierteljahrhundert lang stand Roland Fährmann an der Spitze der Radebeuler Feuerwehr. Nun endete diese Ära mit einem symbolträchtigen Moment: Bei seiner feierlichen Verabschiedung übergab Fährmann den Stadtwehrleiter-Helm an seinen Nachfolger Frank Gründel. Mit dabei war eine Delegation aus St. Ingbert, der Partnerstadt Radebeuls, die den Anlass nutzte, um eine über Jahre gewachsene Freundschaft zwischen beiden Feuerwehren zu würdigen.
Löschbezirksführer Wolfram Zintel aus St. Ingbert-Mitte und Albert Zitt, Präsident der Alterswehr, reisten eigens nach Sachsen, um Fährmann persönlich Lebewohl zu sagen. Der scheidende Wehrleiter hatte die Radebeuler Feuerwehr über Jahrzehnte geprägt – zunächst ehrenamtlich, später in hauptamtlicher Verantwortung. Insgesamt blickt er auf über 50 Jahre im Feuerwehrdienst zurück.
Für diese außergewöhnlichen Verdienste erhielt Fährmann gleich zwei Auszeichnungen. Albert Zitt überreichte ihm das Silberne Feuerwehrehrenkreuz des Landesfeuerwehrverbandes sowie das saarländische Ehrenzeichen der Feuerwehr. Beide Würdigungen unterstrichen, welchen Stellenwert die langjährige Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg gewonnen hat.

Die St. Ingberter Vertreter brachten persönliche Grüße und ihren Dank für die vertrauensvolle Kooperation mit. Aus der Verbindung beider Wehren, so betonten Zintel und Zitt, sei längst mehr geworden als ein offizielles Bündnis. Gegenseitige Wertschätzung habe sich zu einer echten Freundschaft entwickelt, die weit über den formalen Rahmen hinausreiche.
Auch Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche fand in seiner Ansprache anerkennende Worte. Er dankte Fährmann für dessen jahrzehntelange Führung und den nachhaltigen Aufbau der Feuerwehrstruktur in der Stadt. Für sein eigenes Engagement zeichnete Albert Zitt wiederum den Oberbürgermeister mit der Silbernen Anstecknadel des Landesfeuerwehrverbandes aus.
Trotz des Abschieds will sich Fährmann nicht gänzlich zurückziehen. Er zeigte sich dankbar für die gemeinsamen Jahre und kündigte an, der Feuerwehr verbunden zu bleiben. Soweit es seine Gesundheit zulasse, möchte er auch künftig im Einsatzgeschehen mit anpacken. Die Feuerwehr St. Ingbert wünschte ihm für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und dankte für die kameradschaftliche Verbundenheit, die beide Wehren bis heute trägt.

















