Archivbild - Das Rathaus bei Nacht
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Derzeit dreht sich in der öffentlichen Diskussion alles um das Thema Energie; Sparen ist angesagt. Wie andere Kommunen möchte die Stadt Homburg mit gutem Beispiel vorangehen und hat einige Maßnahmen in die Wege geleitet, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Zwischen allen Sparanstrengung gibt es aber auch eine gute Nachricht.

Die sogenannte Gasmangellage schwebt wie ein Damoklesschwert über Deutschland. Es besteht die reale Gefahr, dass Anfang des kommenden Jahres kaum oder kein Gas mehr zur Verfügung steht, was massive wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge hätte und für die Haushalte einen mehr als ungemütlichen Winter bedeuten würde. So sind derzeit Politiker landauf landab unterwegs, um die Bürger zum Sparen aufzurufen. Die Sparanstrengungen betreffen aber nicht nur Privatleute und Betriebe, sondern auch die öffentlichen Verwaltungen.

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Vor einigen Wochen verabschiedete der Bund bereits eine Verordnung, wonach unter anderem die Raumtemperatur in öffentlichen Gebäuden auf 19 Grad heruntergekühlt werden soll. Auch Homburg setzt diese Maßgabe natürlich um, wie im Stadtrat nun erklärt wurde. So sei bei rund der Hälfte der Gebäude die Raumtemperatur über zentral steuerbare Thermostate bereits abgesenkt worden. Beim Rest werde das händisch abgewickelt. „Nicht betroffen von der Absenkung der Temperaturen sind die Grundschulen, weil diese nicht von der Bundesverordnung abgedeckt werden“, so Hauptamtstleiterin Daniela Colling. Aber auch ohne die Abkühlung der Grundschulen ergibt sich durch die Reduzierung der Raumtemperatur enormes Einsparpotential: Über die Dauer der Heizperiode könnten so ungefähr 566.000 Kilowatt Energie eingespart werden, umgerechnet sind das rund 56.000 Kubikmeter Gas.

Doch nicht nur in den öffentlichen Gebäuden wird es etwas kühler. Auch im Koi werden die Temperaturen allerorten heruntergedreht. Darüber hinaus sind für das Schwimmbad zunächst keine Einschränkungen geplant, wie Ralf Weber von der Homburger Parkhaus- und Stadtbus GmbH (HPS), der Mutter der Homburger Bädergesellschaft, sagte. „Die Öffnungszeiten und Eintrittspreise sollen derzeit nicht angetastet werden. Das gilt auch für den Saunabereich, weil dieser mit einem Blockheizkraftwerk zusammenhängt, das man nicht so einfach ein- und ausschalten kann.“ Ohnehin sei das Koi ein energetisch hoch optimiertes Gebäude, wie Weber unterstrich. Dennoch drohen dort hohe finanzielle Belastungen auf die Stadt zuzukommen. So warnte Weber, dass sich der städtische Zuschuss bei einer Vervierfachung der Energiepreise um 1 Millionen Euro erhöhen könnte.

Energiesparend sind mittlerweile weite Teile der Straßenbeleuchtung in Homburg, die vielfach auf LED umgerüstet ist. Dennoch könnten auch hier noch Maßnahmen ins Haus stehen, wie Hauptamtsleiterin Colling ausführte. „Wir überlegen noch, die Straßenbeleuchtung zu bestimmten Zeiten abzuschalten, da gibt es aber noch große haftungsrechtliche Fragen.“ Noch nicht klar ist auch, ob die Weihnachtsbeleuchtung die Stadt so erstrahlen lässt wie in früheren Jahren. Das Einsparpotential wäre jedoch wohl gering, auch diese Beleuchtung ist auf LED umgestellt. Abgeschaltet ist dagegen die Außenbeleuchtung der städtischen Gebäude.

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Während Homburg mit diesen Maßnahmen vielen anderen Kommunen ähnelt, gibt es eine erfreuliche Nachricht, die so nicht überall zu vernehmen ist. Die betrifft die Stadtwerke, die offenbar auf soliden Beinen stehen, wie Ralph Weber erklärte, der als Gast im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt. „Die Liquidität ist derzeit gewährleistet, es ist also nicht soweit, dass die Kommune den Stadtwerken unter die Arme greifen müsste wie das anderswo der Fall ist.“ Außerdem habe die Hausbank bereits signalisiert, die derzeitigen Kreditlinien ausweiten zu wollen. Zumindest eine gute Nachricht in extrem schwierigen Zeiten.

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