Bild: Christian Schäfer

Kürzlich lud das Römermuseum Interessierte zu einem Kochkurs ein, bei dem die Besucher Gerichte der einfachen römischen Küche unter Anleitung nachkochen konnten. Dabei gab es Überraschendes, manch Ungewöhnliches und viel Köstliches zu entdecken.

Dank schriftlicher Quellen und archäologischer Funde sind viele Rezepte überliefert. Anhand dieser Quellen haben die Mitarbeiter des Römermuseums gelernt diese Gerichte nachzukochen.

Bild: Christian Schäfer
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Dieses Wissen gaben sie an einem wunderschönen Samstagnachmittag den Teilnehmer, unter denen auch einge Kinder waren, in praktischer Form weiter. Diese erfuhren viel Spanendes über die Geschichte und die Esskultur der alten Römer.

Nachdem jeder eine römische Kochschürze erhalten hatte, erklärte Referentin Dilly Liefke den Ablauf des Kochkurses und wie die Gerichte entstanden sind und was sie beinhalten. Derweil wurde auf den Kochstellen bereits das Feuer angezündet, dessen Geruch schon gleich die passende Atmosphäre für das Kochen in einer Outdoor Küche zauberte.

Bild: Christian Schäfer
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Bei der Vielzahl an Gerichten, die zubereitet wurden, war jetzt viel Handarbeit gefragt. So musste für das Panis Militaris (Soldatenbrot) das Getreide erst auf dem Mühlstein geschrotet werden. Mit Wasser und Olivenöl wurde die Getreidemischung zu einem festen Teig verknetet, in etwa 5 cm große Taler geformt und in Olivenöl ausgebacken.

Bild: Christian Schäfer
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Beim Moretum, einem Kräuter Käse Dip mit Feta Käse als Basis, wurden sehr viele Gewürze verwendet, die klein geschnitten und im Mörser zerrieben wurden. Von Sellerie und Petersilie über Lauchzwiebeln und Koriander bis hin zu Liebstöckel und Knoblauch, abgeschmeckt mit Weißweinessig und Olivenöl.

Eine Teilnehmerin hatte dann noch die kreative Idee den fertigen Käse in einer Herzform zu präsentieren, was alle sichtlich beeindruckte. Denn so etwas, meinte Dilly Liefke, hatten sie noch nie in einem ihrer Kochkurse. Dann wurde noch Cucumeres zubereitet, ein Gurkensalat mit Honig und Fischsauce. Außerdem gab es Aliter Carotas, einen Möhrensalat aus gekochten Möhren mit vielen Kräutern und Buletos Fungus, das sind gebratene Pilze in Honig und auch Lukanische Hackbällchen, die sogenannten Lucanicae.

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Für den Nachtisch wurden Quark Grieß Klößchen gebacken, die mit Honig und Mohn beträufelt wurden, sowie Datteln in Honigsoße und Apfelspalten. Nach etwas weniger als drei Stunden wurde dann das gesamte Essen als Buffet serviert und jeder konnte sich von den Köstlichkeiten, die in eigener Arbeit entstanden sind, bedienen.

Alle waren sichtlich begeistert von dem was sie da zubereitet hatten und es schmeckte allen hervorragend. Da reichlich gekocht wurde, durfte sich am Ende auch noch jeder Teilnehmer etwas mit nach Hause nehmen. Und wer weiß, vielleicht ist das ein oder andere Familienmitglied auf den Geschmack gekommen und wird demnächst einen Kochkurs, der übrigens zweimal im Jahr stattfindet, buchen. Das Ganze zu einem Preis von 20 Euro für Erwachsene und 16 Euro für Kinder. Für Gruppen ab 15 Personen können auch Sondertermine gebucht werden.

Kontakt und weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Römermuseums unter www.roemermuseum-schwarzenacker.de

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