
An den Zapfsäulen zeigt sich zum Jahresbeginn ein geteiltes Bild: Während Fahrer von Benzin-Pkw kaum Veränderungen bemerken, müssen Dieselfahrer tiefer in die Tasche greifen. Nach aktuellen Daten des ADAC haben sich die Preise für beide Kraftstoffsorten unterschiedlich entwickelt – obwohl der Rohölpreis im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben ist.
Nach der jüngsten Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit 1,742 Euro. Das ist ein minimaler Rückgang um 0,1 Cent je Liter gegenüber der Vorwoche und damit praktisch eine Stagnation. Diesel dagegen ist spürbar teurer geworden: Der Literpreis kletterte um 1,1 Cent auf nun 1,698 Euro.
Damit hat sich Diesel innerhalb von rund einem Monat um mehr als 11 Cent je Liter verteuert. Laut ADAC liegt der aktuelle Dieselpreis damit wieder auf dem Niveau von vor etwa einem Jahr. Auffällig ist dabei der Blick auf den Rohölmarkt: Damals kostete ein Barrel der Sorte Brent fast 80 US-Dollar und damit rund 15 Dollar mehr als derzeit. Trotz des aktuell schwächeren Euro im Vergleich zum US-Dollar sieht der Automobilclub deshalb „deutliches Potenzial für geringere Dieselpreise“.
Auch beim Benzin stellt sich aus Sicht des ADAC die Frage nach der Angemessenheit des aktuellen Preisniveaus. Super E10 liegt preislich derzeit in etwa auf dem Stand des Vorjahres. Angesichts des deutlich niedrigeren Rohölpreises sei unklar, warum sich dies nicht stärker an den Zapfsäulen bemerkbar mache. Konkrete Antworten darauf liefert die Auswertung zwar nicht, sie verweist aber auf eine aus Sicht des Clubs bestehende Diskrepanz zwischen Rohöl- und Endverbraucherpreisen.
Für Verbraucher bleibt vor allem der richtige Zeitpunkt zum Tanken ein Hebel, um Kosten zu senken. Nach Angaben des ADAC lohnt sich der Weg zur Tankstelle besonders in den Abendstunden. Dann liegen die Preise im Schnitt rund 13 Cent je Liter unter dem Niveau der Morgenstunden. Wer flexibel ist, kann so einen Teil der jüngsten Verteuerung zumindest abfedern.
Zur Orientierung im Preisgefüge verweist der Club auf digitale Hilfsmittel. Mit der Spritpreis-App „ADAC Drive“ lassen sich nach ADAC-Angaben rund um die Uhr die aktuellen Preise an mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und zu den jeweils aktuellen Preisen stellt der Verein zudem online unter www.adac.de/tanken bereit.




















