
Das neue Saarpfalz-Jahrbuch für 2017 macht auf mit einer Reminiszenz an die einstige Punk-Kneipe am Ortsrand von Rohrbach. So manche wehmütige Erinnerung hängt an der „herrlich versifften“ Lokalität, die zu Beginn der 1980er-Jahre das Mekka der damals neuen Jugendbewegung war. In dieser Kaschemme hatten die blutjungen Toten Hosen erste frühe Auftritte – neben Legenden wie den UK Subs, The Stingrays und der Walter-Elf.
Erfrischend richtet der Heimatforscher Karl Abel in seinem Beitrag für das neue Jahrbuch die Scheinwerfer auf eben jene ausrangierte Tankstelle vis-à-vis der Rohrbacher Melfor-Essigfabrik. Auf der Wiese neben der „Toten Hose“ trafen sich demnach saarpfälzische Punker und Gastmusiker zum Fußballspielen, wie Fotos im Saarpfalz-Almanach belegen. Langbeinig und hochspringend immer mittendrin am Ball: Sänger Campino von den Toten Hosen. Die sind längst weltberühmt, Kneipe und Bolzplatz indes längst passé. Heute stehen – quasi als zeitgenössischer Realpunk – Discounter an jener denkwürdigen Stätte am Rohrbacher Ortsausgang nach St. Ingbert.

Foto: Martin Baus / Siebenpfeiffer-Stiftung


















