Symbolbild

Am Dienstag, den 30.Juni 2020, ruft die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Beschäftigten beim Schwesternverband, in der Einrichtung Laurentiushöhe in Schwemlingen, zu einer „aktiven Mittagspause“ auf.

Die Beschäftigten der Altenpflege erhalten eine Corona-Prämie in einer Höhe von bis zu 1.500 Euro. Die Beschäftigten in der Behindertenpflege sollen leer ausgehen. Die Wut über diese Ungleichbehandlung ist auf der Laurentiushöhe sehr groß.

ver.di fordert Anerkennung und Respekt für ihre schwere Arbeit und Auszahlung der Corona-Prämie auch an die Beschäftigten in der Behindertenpflege. Vor dem Eingang der Laurentiushöhe wird am Dienstag um 12.30 Uhr der Pflegebeauftragte der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Michael Quetting, zu den Beschäftigten sprechen.

„Klatschen allein reicht nicht. Der erhöhte Unterstützungsbedarf in der Behindertenhilfe und die besonderen Hygieneanforderungen während der Pandemie verlangen den Beschäftigten seit Wochen viel ab. Ich kann nicht verstehen, dass Bund- wie auch Landesregierung, diese aktiven Pflegekräfte vergessen hat,“ so die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kerstin Schäfer.

Eine solche Zahlung ersetze aber keinesfalls eine dauerhafte gute Vergütung für diese verantwortungsvolle und oft auch belastende Arbeit. Die nicht zuletzt unter dem Aspekt der Inklusion gestiegenen Anforderungen in der Behindertenhilfe müssten sich auch dauerhaft in einer besseren Bezahlung niederschlagen.

Nach Ansicht des Pflegebeauftragten Michael Quetting, sind die Kolleginnen und Kollegen der ambulanten und stationären Eingliederungshilfe seit Wochen aufgrund der Corona-Pandemie extrem gefordert „Sie tragen die Verantwortung für Menschen mit einem besonderen Schutzbedarf, und gleichzeitig sind Maßnahmen zum Infektionsschutz bei Menschen mit geistiger oder psychischer Beeinträchtigung nur schwer umzusetzen. Indem man nun auf der Laurentiushöhe zwischen Altenpflege und Behindertenpflege unterscheidet, ist eine haltlose Ungerechtigkeit entstanden, die dringend beseitig gehört,“ meint Quetting, dessen Organisation für alle systemrelevanten Kräfte eine Corona-Prämie fordert.

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