Die Zahlen einer neuen bundesweiten Untersuchung lassen die saarländische CDU aufhorchen. Rund 1.400 zusätzliche Krankenhausaufnahmen innerhalb eines Jahres, die sich mit der Teillegalisierung von Cannabis in Verbindung bringen lassen: Für Alwin Theobald, stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und gesundheitspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, ist das ein deutliches Warnsignal. Seine Forderung ist eindeutig: Die Bundesregierung müsse endlich reagieren und dem Gesundheits- sowie Jugendschutz wieder Vorrang einräumen.
Grundlage seiner Kritik ist eine aktuelle Zeitreihenanalyse, die die Entwicklung cannabisbedingter Klinikeinweisungen seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes nachzeichnet. Für Theobald fügt sie sich nahtlos in ein Muster ein. Krankenhausstatistiken, Krankenkassendaten und die Berichte behandelnder Ärztinnen und Ärzte zeichneten zunehmend ein einheitliches Bild. „Die Hinweise auf wachsende gesundheitliche Belastungen im Zusammenhang mit der Cannabis-Teillegalisierung verdichten sich“, so der Politiker.
Besonders die Lage bei jungen Menschen bereitet ihm Sorge. Unmittelbar nach Inkrafttreten des Cannabisgesetzes seien die Krankenhausaufnahmen wegen Vergiftungen und Psychosen bei Jugendlichen zunächst stärker gestiegen als bei Erwachsenen. Zwar habe sich dieser Anstieg im weiteren Verlauf statistisch wieder abgeschwächt. Doch die Entwicklung zeige, wie empfindlich gerade junge Menschen auf eine erhöhte Verfügbarkeit und die gesellschaftliche Verharmlosung reagierten. Hier dürfe man kein Risiko eingehen.
Bei Erwachsenen verharrte die Zahl der Einweisungen dauerhaft auf einem höheren Niveau, wie Theobald betont. Vor allem cannabisbedingte Vergiftungen und Psychosen hätten zugenommen. „Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, dessen Gesundheit und Lebensweg dauerhaft beeinträchtigt werden kann“, mahnt er. Die Studienautoren räumten zwar ein, dass ihr Design keinen abschließenden Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang liefere, verwiesen aber zugleich auf deutliche Hinweise.

Diese Einschätzung deckt sich nach Angaben der Fraktion mit eigenen Eindrücken. Sowohl bei einem Besuch am Universitätsklinikum des Saarlandes als auch in den Beratungen des zuständigen Landtagsausschusses hätten Medizinerinnen und Mediziner eindringlich von einer steigenden Zahl akuter Krankheitsbilder berichtet. Hinzu kämen die Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und Auswertungen der Kaufmännischen Krankenkasse. Wenn Wissenschaft, Kassendaten und ärztliche Praxis in dieselbe Richtung wiesen, so Theobald, müsse die Politik handeln.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft das Medizinalcannabis. Seit dessen Herausnahme aus dem Betäubungsmittelgesetz habe sich ein Markt entwickelt, auf dem Blüten teils schon nach einem kurzen Online-Fragebogen und ohne persönlichen Arztkontakt verschrieben würden. Das habe mit verantwortungsvoller Versorgung wenig zu tun und „öffnet Missbrauch Tür und Tor“. Für schwerkranke Menschen sei Cannabis ein wichtiges Arzneimittel, betont Theobald, gerade deshalb müsse eine sorgfältige ärztliche Indikationsstellung im persönlichen Kontakt sichergestellt sein.
Unterm Strich zieht die CDU-Fraktion Saar ein klares Fazit: Die Teillegalisierung sei ein Fehler gewesen und solle grundsätzlich rückgängig gemacht werden. Der Schwarzmarkt sei nicht wirksam zurückgedrängt worden, die Anbauvereinigungen spielten weiterhin nur eine Nebenrolle. Solange auf Bundesebene keine Mehrheit für eine Rücknahme bestehe, müssten zumindest der Jugend- und Gesundheitsschutz gestärkt, hochpotente Produkte begrenzt und die Fehlentwicklungen beim Medizinalcannabis konsequent beendet werden.





















Der Schwarzmarkt ist um 1 Drittel gesunken ,,bei einem jährlichen Bedarf von ca 700tonnen cannabis jährlich entfallen 200tonnen medizinalcannabis und xxxtonnen Eigenanbau! Auch die hier ewähnte Steigerung von Psyschosen ist nicht belegbar ,es trauen sich nur mehr Menschen darüber zu reden und Ärzte unterstellen eine Zunahme! Auch eine Vergiftung kann es bei Cannabis nicht geben, im Gegensatz zum Alkohol! Die legalisierung war richtig und sollte weiter ausgebaut werden ,,Säule 2″ wie es auch die Polizeigewerkschaften und der Drogenbeauftragte der Union wollen! Grüsse aus Bayern