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Die Debatte um die Zukunft der Alterssicherung gewinnt im Kreis Neunkirchen einen prominenten Fürsprecher: Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) stellt sich hinter den Vorstoß ihres Bundesvorsitzenden Dennis Radtke, eine betriebliche Altersvorsorge künftig für alle Beschäftigten verpflichtend zu machen. Damit positioniert sich der Sozialflügel der CDU klar in einer Diskussion, die mit der angekündigten Rentenreform an Schärfe gewinnt.

Für Kreisvorsitzenden Thomas W. Schmitt steht außer Frage, dass das bisherige System unter wachsendem Druck steht. Demografischer Wandel, längere Lebensarbeitszeiten und die Verschiebungen am Arbeitsmarkt setzen den klassischen Generationenvertrag unter Spannung. Eine alleinige Konzentration auf die gesetzliche Rente werde diese Realität nicht mehr abbilden können, lautet die Botschaft aus dem Kreisverband.

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„Die Herausforderungen für unsere Rentensysteme werden immer größer. Deshalb müssen die drei Säulen der Altersvorsorge – gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge – stärker miteinander verzahnt werden“, erklärt Schmitt. Aus Sicht der CDA reicht es nicht, die Säulen nebeneinanderzustellen. Sie müssten als ein zusammenhängendes Sicherungsversprechen gedacht werden, das auch bei niedrigen Einkommen trägt.

Dass eine verpflichtende betriebliche Komponente machbar ist, zeigt nach Lesart des Arbeitnehmerflügels der Blick in tarifgebundene Branchen. Dort gehören entsprechende Modelle längst zum Standard und haben sich nach Angaben der CDA bewährt. Diese Erfahrungen könnten als Blaupause dienen, um auch Beschäftigte in kleineren Betrieben und in Branchen ohne starke Tarifbindung systematisch einzubeziehen – also jene Gruppen, die heute besonders häufig durch das Raster fallen.

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Der Kreisvorsitzende verbindet seine Unterstützung mit einem grundsätzlichen Anspruch an den Sozialstaat. „Wer ein Leben lang arbeitet, muss sich darauf verlassen können, im Alter gut abgesichert zu sein. Die betriebliche Altersvorsorge ist dafür ein wichtiger Baustein“, betont Schmitt. Lebensleistung müsse sich in einer auskömmlichen Rente niederschlagen – ein Anspruch, der für die CDA traditionell zum Markenkern gehört.

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Im weiteren Verlauf der Reformdebatte will sich der Kreisverband nach eigenen Angaben aktiv einbringen. Ziel seien Lösungen, die langfristig finanzierbar bleiben und zugleich sozial ausgewogen wirken. Die CDA, die als Sozialflügel der CDU in Feldern wie Arbeitsmarkt, Rente, Pflege und Gesundheit aktiv ist, sieht in einer ausgebauten Betriebsrente einen Hebel, um das Vertrauen in die Alterssicherung zu stabilisieren – ohne die gesetzliche Rente zu schwächen, aber mit dem Anspruch, sie wirksam zu ergänzen.

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