Bild: Bundespolizei

Der Einsatz der Saar-SPD, die Bundespolizeiinspektion als saarländischen Hauptsitz in die Landeshauptstadt Saarbrücken zu verlegen, hat sich gelohnt. So entschieden die Verantwortlichen im Bundesinnenministerium, die Behörde von Bexbach nach Saarbrücken umziehen zu lassen.

Christian Petry (SPD)
Quelle: www.spd-saar.de

Saar-SPD-Generalsekretär Christian Petry spricht in diesem Zusammenhang von einem „wichtigen Beitrag, das Sicherheitsgefühl der Saarländerinnen und Saarländer zu erhöhen. Und: „Unser Einsatz wird mit diesem ersten Schritt voll und ganz unterstützt.“ Hintergrund für die sozialdemokratische Initiative hin zu dieser Reform: Unter den 81 deutschen Großstätten belegt Saarbrücken bei der Kriminalitätsbelastung (Straftaten pro 100 000 Einwohner) den unrühmlichen vierten Platz hinter Frankfurt/Main, Berlin und Hannover.

Petry: „Der Brennpunktsituation im Bereich Saarbrücken wird mit der wesentlichen Erhöhung der bundespolizeilichen Präsenz nunmehr Rechnung getragen.“ Gleichzeitig sei es folgerichtig, dass ein Bundespolizeirevier am Knotenpunkt Neunkircher Hauptbahnhof eingerichtet wird. Dort besteht aktuell nur ein Dienstverrichtungsraum, der damit aufgewertet werden soll.

Petry hat darüber hinaus einen Vorschlag, was aus dem bisherigen Standort in Bexbach wird: Dieser kann „zu einer strategischen, polizeilich-europäisch ausgerichteten Fortbildungseinrichtung der Bundespolizei ausgebaut werden.“

  • Die Saar-SPD erwartet, dass die Umstrukturierung schnellstmöglich umgesetzt wird.
  • Zudem fordert Generalsekretär Petry, dass die zugesagten Laufbahnabsolventen für die Bundespolizei im Saarland eingesetzt werden.
  • Weiterhin macht sich die Saar-SPD dafür stark, dass das Saarland vom bereits beschlossenen Personalanstieg bei der Bundespolizei von bislang rund 45.000 auf bis zu 60.000 deutlich profitiert.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt diese Entscheidungen. Zumal heute schon die Bundespolizei mit drei Revieren im Raum Saarbücken (deutsch-französische Grenze Goldene Bremm, Flughafen Ensheim, Hauptbahnhof) stark präsent ist. Zeitlicher und finanzieller Aufwand der Dienstfahrten zwischen dem bisher knapp 40 Kilometer entfernten Inspektionssitz in Bexbach und der Landeshauptstadt entfielen künftig durch den Umzug. Zudem sei Neunkirchen ein strategischer Einsatzort am Bahnknotenpunkt in die Richtungen Mainz, Mannheim, Frankfurt, Saarbrücken.

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