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Die diesjährigen Abschlussprüfungen für das Abitur, den Mittleren Bildungsabschluss und den Hauptschulabschluss sind abgeschlossen. Die Abschlussklassen waren die ersten, die nach den coronabedingten Schulschließungen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren konnten. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen.

Trotz der für viele Schüler schwierige Monate mit Schulschließungen und Unterricht von zuhause, haben nur 1,02 Prozent der Schüler, die zu den Prüfungen für den Mittleren Bildungsabschluss angetreten sind, nicht bestanden. Bei den Hauptschülern waren es 4,13 Prozent. Der Notendurchschnitt beim Abitur war sogar besser als vor der Corona-Pandemie.

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot erklärt: „Das vergangene Schuljahr war für viele Schüler, Lehrkräfte und Eltern eine anstrengende und auch aufreibende Zeit. Vor allem Kinder, die es vor der Krise schon schwer hatten, hatten oft Probleme. Trotzdem sind die Prüfungsergebnisse besser als 2019. Herzlichen Glückwunsch allen, die dazu beigetragen haben.“

Schüler, die ihren Abschluss nicht geschafft haben, ließe man nicht zurück. Sie könnten die Prüfung entweder an ihren bisherigen Schulen erneut angehen oder wie zum Beispiel für den Hauptschulabschluss in einer Ausbildungsvorbereitung am Berufsbildungszentrum. „Beim Mittleren Bildungsabschluss kann zum Beispiel auch der Übergang an die zweijährige Berufsfachschule eine Alternative sein. Für sie und viele andere Schüler gilt: Sie brauchen im kommenden Jahr eine gezielte Förderung, um nicht behandelten oder gefestigten Lerninhalte aufzuarbeiten und die Erfahrungen der Pandemie verarbeiten zu können. Das entsprechende Maßnahmenpakete haben wir dafür bereits geschnürt“, so die Bildungsministerin.

Von den 3.439 Abiturienten, die die Prüfung bestanden haben, erlangten die Hochschulreife 2.426 am Gymnasium (Vorjahr: 2376), 606 an einer Gemeinschaftsschule oder am Schengen Lyzeum (Vorjahr: 544), 364 in der gymnasialen Oberstufe mit berufsbezogenen Fachrichtungen an Berufsbildungszentren (Vorjahr: 356) und 43 an den Freien Waldorfschulen (Vorjahr: 39). Dabei erreichten in diesem Jahr 137 Abiturienten den Notendurchschnitt 1,0, 2019 waren es 69, 2020 waren es 88.

Für den Hauptschulabschluss und Mittleren Bildungsabschluss wurde – analog zur Abitur-Prüfung – eine Zusatzzeit von 30 Minuten gewährt. Wie im letzten Schuljahr wurden schulzentrale Prüfungsarbeiten geschrieben und anstatt wie ansonsten eine mündliche Pflichtprüfung und zwei weitere freiwillige mündliche Prüfungen abzulegen, konnten die Abschlussschüler drei mündliche Prüfungen freiwillig machen, um sich noch zu verbessern.

Die Abschlussschüler waren die Schülergruppe, die nach den allgemeinen Schulschließungen im Winter als erste wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren konnte. Im Saarland fand vom 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 zunächst kein Präsenzunterricht statt. Zum 11. Januar sind zunächst die Abschlussschüler in den Präsenzunterricht zurückgekehrt.

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