Symbolbild
Anzeige

Für Projekte, die Kinder und Jugendliche im Saarland stärker in Entscheidungen einbinden, stehen auch in diesem Jahr wieder 20.000 Euro bereit. Der gemeinsame Förderfonds des Deutschen Kinderhilfswerkes und des Landes unterstützt damit Maßnahmen, die Kinderrechte bekannter machen und junge Menschen altersgerecht mitbestimmen lassen. Bewerbungen für 2026 sind weiterhin möglich.

Hinter dem Geld steht eine klare Überzeugung: Junge Menschen sollen ihr Leben aktiv mitgestalten und dort einbezogen werden, wo Entscheidungen sie unmittelbar betreffen. „Junge Menschen sind eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten, Bedürfnissen und Perspektiven“, erklärt Sozialminister Magnus Jung. Der Fonds solle die Umsetzung der Kinderrechte vor Ort stärken und damit auch das Saarländische-Junge-Menschen-Beteiligungsgesetz sinnvoll begleiten.

Anzeige

Entscheidend für eine Förderung ist dabei, dass die Projekte grundlegende Qualitätskriterien erfüllen und durchweg gemeinsam mit den jungen Menschen selbst entwickelt werden. Reine Angebote von oben herab genügen also nicht. Kinder und Jugendliche sollen an Planung und Umsetzung tatsächlich beteiligt sein.

Anne Lütkes, Präsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes, betont den demokratischen Kern dieser Idee. „Kinder sind Expertinnen und Experten in eigener Sache“, sagt sie. Mitbestimmung schaffe Stärke und Selbstbewusstsein und sei eine wesentliche Grundlage für ein gutes Aufwachsen. Dass der gemeinsame Fonds mit dem Saarland fortgeführt werde, freue sie deshalb besonders.

Einen besonderen Blick richtet der Länderfonds auf Kinder und Jugendliche, die von sozialer Benachteiligung betroffen sind. Sie sollen erfahren, dass sie nicht am Rand stehen, sondern Anerkennung erleben und ihre Chancen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe aktiv nutzen können. Ausdrücklich erwünscht sind zudem Maßnahmen, die zur Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund beitragen.

Gefördert werden vorrangig Vorhaben, bei denen junge Menschen an Planungen mitwirken, sowie Projekte, die sich für die dauerhafte Verankerung von Kinderrechten einsetzen. Dabei sind sowohl innovative Ansätze mit Vorbildcharakter gefragt als auch Grundlagenprojekte, die neue, beteiligungsorientierte Arbeitsformen in der Kinder- und Jugendhilfe erproben.

Anzeige

Wer sich bewerben möchte, findet die Förderrichtlinien und alle Angaben zur Antragstellung unter www.dkhw.de/foerderfonds/saarland.

💬 Was meinst du dazu?Dein Kommentar
Anzeige

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein