Wenn moderne Diesel-Systeme mit Drücken jenseits der 2.000-bar-Marke arbeiten, brauchen Werkstätten Prüftechnik, die mit dieser Präzision Schritt hält. Bosch reagiert darauf mit einem neuen Gerät: Der Prüfstand DCP 800 soll die Kontrolle von Common-Rail-Hochdruckpumpen deutlich schneller und genauer machen. Die Buchstaben stehen für Diagnostic Common-Rail Pump – und markieren die Erweiterung des Bosch-Portfolios im Diesel-Service.
Entwickelt wurde das System für die wachsenden Anforderungen an Effizienz und Wirtschaftlichkeit in den Betrieben. Der DCP 800 prüft Common-Rail-Pumpen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Off-Road-Anwendungen bei einem Systemdruck von bis zu 2.700 bar. Herzstück ist ein 25-kW-Elektroantriebsmotor, der direkt mit dem Antriebsmechanismus verbunden ist und ohne zwischengeschaltete Systeme auskommt.
Gerade im Nutzfahrzeug- und Schwerlastbereich soll dieses Antriebskonzept für stabile und präzise Ergebnisse sorgen. Ergänzt wird die Technik durch eine automatisierte Einlass- und Gegendruckregelung sowie eine elektronische Durchflussmessung, die zusätzlich zur Messgenauigkeit beitragen.
Für den Werkstattalltag zählt jedoch vor allem eines: Zeit. Hier setzt Bosch den entscheidenden Hebel an. Mit Prüfzeiten von rund 20 Minuten – und das unabhängig von der jeweiligen Anwendung – lassen sich Serviceprozesse spürbar straffen. Vordefinierte, standardisierte Prüfpläne und ein schneller Einrichtungsprozess sollen die Tests einfach und reproduzierbar machen. Optimierte Filtrations-, Kühl- und Messsysteme unterstützen zudem automatisierte Wartungsintervalle und helfen, Betriebskosten zu senken.
Breit ist auch die Abdeckung: Der Prüfstand erfasst zahlreiche Bosch Common-Rail-Pumpen von der Baureihe CP1 bis CPN6. Darüber hinaus arbeitet er mit bestehenden Prüfkits wie CP1, CP3 und CBX8 aus den EPS-815/708-Systemen zusammen. Für viele Betriebe bedeutet das einen schrittweisen und wirtschaftlich vertretbaren Umstieg auf die neue Technik, ohne bereits vorhandenes Equipment komplett ersetzen zu müssen.
Flexibilität verspricht Bosch auch bei der Handhabung. Ein neu entwickeltes Antriebskupplungssystem erlaubt die schnelle Montage verschiedener Pumpentypen, während eine Adapterlösung die Weiternutzung älterer Kupplungsdesigns sicherstellt. Das ergonomische Maschinenkonzept mit dreiseitigem Zugang soll die Bedienung komfortabler und sicherer machen. Der Arbeitscomputer mit Bildschirm lässt sich je nach räumlicher Gegebenheit auf beiden Seiten des Prüfstands positionieren.
Zusammen mit den bestehenden Bosch-Prüfständen für Common-Rail-Injektoren ergibt sich für Werkstätten damit eine durchgängige Prüfung von Pumpen und Injektoren aus einer Hand. Seine Premiere feiert der DCP 800 auf der Automechanika in Frankfurt, wo er vom 8. bis 12. September erstmals live zu sehen sein wird.



















