Symbolbild

Gesundheitsministerin Monika Bachmann und der Vorsitzende des saarländischen Landkreistages, Landrat Patrik Lauer, haben gemeinsam den 4. Bericht „Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Einschulkindern im Saarland“ vorgestellt. Ein zentrales Ergebnis: die insgesamt gesunkene Impfbereitschaft unter dem Bundesdurchschnitt.

Für den im Einschulbericht betrachteten Einschuljahrgang 2017/2018 gibt es als positiven Aspekte zu berichten, dass dank Prävention, Vorsorge, den Fortschritten in der medizinischen Wissenschaft und einer guten Versorgung die Mehrzahl der Kinder körperlich gesund ist. Gleichzeitig hat in der Vergangenheit im Krankheitsspektrum bei Kindern eine Verschiebung stattgefunden von akuten zu chronischen Krankheiten bis hin zu Auffälligkeiten der psychischen und funktionellen Entwicklung.

In diesem Punkt sind die Ergebnisse im Saarland durchaus mit Daten auf Bundesebene vergleichbar. Für das Saarland zeigt sich zudem, dass der Anteil der Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten insgesamt gestiegen ist, wenngleich sie in Teilbereichen, wie bei Fein- und Grobmotorik, sogar niedriger ausfällt.

Weiteres zentrales Ergebnis ist eine insgesamt gesunkene Impfbereitschaft unter den Bundesdurchschnitt, die eine Impfkampagne erforderlich macht. Gesundheitsministerin Bachmann dazu: „Bedauerlicherweise sind die Impfraten im Vergleich zum Bericht aus dem Jahre 2015 unter das Bundesniveau gesunken. Eine mögliche Erklärung hierfür sind Barrieren im Impfsystem, nachlassende Impfbereitschaft oder eine gewisse Impfskepsis in der Bevölkerung. Hier müssen wir entsprechende Aufklärungsarbeit leisten. Durch Informationskampagnen erhoffen wir uns die Bereitschaft der Eltern die Kinder impfen zu lassen zu erhöhen und eine gewisse Impfskepsis in der Bevölkerung zu minimieren.“

Der 4. Bericht „Gesundheit und gesundheitliche Versorgung von Einschulkindern im Saarland“ stellt die Ergebnisse der Einschuluntersuchung einer breiten Öffentlichkeit vor und richtet sich an alle, die beruflich mit Kindern und dessen Gesundheit und Entwicklung befasst sind.

„Die Ergebnisse der Untersuchung geben einen umfassenden Überblick über den Gesundheits- und Entwicklungsstand der Einschulkinder und liefern auf Landesebene auch wichtige epidemiologische Ergebnisse. Aus diesen Erkenntnissen können wir Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit unserer Kinder ableiten“, so Bachmann und Lauer.

Der Bericht ist als elektronische Version abrufbar als Download unter: www.saarland.de/gesundheitsberichterstattung

Vorheriger ArtikelNach peinlicher Pleite gegen Tabellenletzten: Beim FCH ist im Heimspiel gegen Aalen Wiedergutmachung angesagt
Nächster ArtikelLesezeit: Hans und Daniel Bollinger spielen vertonte Texte jüdischer Dichter

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte kommentieren sie.
Bitte geben sie ihren Namen ein.