Es war wie so oft in den vergangenen Jahren: Gerade hatte der FC 08 Homburg mit fünf Siegen in Serie einen Lauf; doch dann folgte eine völlig unnötige 1:2-Niederlage bei einem Underdog. So steht man vorerst wieder im Niemandsland der Tabelle. Von daher ist ein Sieg gegen den VfR Aalen am Samstag im Waldstadion Pflicht, möchte man wieder in die angepeilte Spitzengruppe vorstoßen. Trainer Timo Wenzel gibt sich vor der Partie zuversichtlich.

„Die Elf, die am Samstag auf dem Platz steht, wird sich zerreißen. Denn letzte Woche haben wir einfach kein gutes Spiel gemacht.“ Das kann man dick unterstreichen, denn was der FCH am letzten Wochenende beim TSG Balingen ablieferte, war ein Rückfall in die Anfangszeit der Saison. Haarsträubende Abwehrfehler ermöglichten es dem Tabellenletzten das Spiel kurz vor Schluss noch zu drehen und den Grün-Weißen die erste Pleite nach fünf siegreichen Partien in Folge beizubringen.

So ist denn auch von „Wiedergutmachung“ die Rede, wenn Wenzel über das kommende Heimspiel gegen den VfR Aalen spricht. „Es ist eine große Kunst, Woche für Woche seine Leistung zu bringen, aber genau das müssen wir tun.“ Der Gegner VfR Aalen hat genau das in den letzten Partien beherzigt und eine ähnliche Serie gestartet wie die Grün-Weißen in den Wochen zuvor. Drei Spiele hintereinander konnten die Schwaben zuletzt gewinnen und sich somit bis auf Rang 10 vorarbeiten. Dort liegt man nur zwei Punkte hinter den Homburgern und könnte mit einem Sieg an diesen vorbeiziehen. Aber es gibt noch eine andere Statistik, die den Grün-Weißen Mut machen könnte. Denn von den bisher fünf Auswärtsspielen der Spielzeit verlor das Team von Trainer Uwe Wolf gleich vier.

Beim FCH möchte man sich auf solche Zahlenspiele verständlicherweise nicht verlassen. Vielmehr heißt es, die eigene Leistung zu 100% abzurufen. „Dann, da bin ich sicher, gewinnen wir gegen jeden Gegner in dieser Liga“, sagt Stürmer Damjan Marceta. Beim ihm persönlich läuft es in dieser Runde jedoch bisher überhaupt nicht rund. Seit dem dritten Spieltag stand er nicht mehr in der Startelf, lediglich ein Tor konnte er bisher erzielen. Auch für den 27-Jährigen selbst viel zu wenig. „Mit meiner persönlichen Quote bin ich nicht zufrieden, weil ich auch der Typ bin, der immer Tore machen will.“ Aber von alleine komme nichts. „Ich muss einfach weiter arbeiten und dann wird der Knoten auch platzen.“

Ob er am Samstag die Chance dazu bekommt, steht zwar noch nicht fest. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit mit Blick auf die lange Verletztenliste nicht gerade gering. Neben den Langzeitverletzten Philipp Hoffmann, Patrick Lienhard, Thomas Gösweiner, Stefano Maier, Ivan Sachanenko und Niklas Doll stehen gleich mehrere Spieler auf der Kippe. Das betrifft Mart Ristl sowie Tim Stegerer, Jonas Scholz und Daniel di Gregorio, die alle drei unter der Woche eine leichte Grippe hatten. Nichtsdestotrotz bleibt das Ziel für kommenden Samstag klar. „Wir wollen zu Hause ungeschlagen bleiben und gehen voll auf Sieg“, betont Marceta.

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