Während der Abschlusspräsentation in der Bliesgau-Festhalle am 23. November - Foto: Susanne Wagner-Klein

Unter dem Motto „Wir schaffen das – Packen wir es an – jetzt!“ ist der Runde Tisch Klimaschutz in Blieskastel Ende November zu einem fulminanten Abschluss gekommen. Ab 2022 soll sich nun der Stadtrat mit den Ergebnissen befassen.

Seit Beginn der Eröffnung des Runden Tisches am 22. Juli haben die bis zu 35 Teilnehmer aus Bürgerinitiativen, Verbänden, Wirtschaft, Politik und Verwaltung inzwischen um Lösungen gerungen, die Blieskastel in Sachen Klimaschutz, Schutz der Biosphäre und Potenzialentfaltung der natürlichen Lebensgrundlagen wirksam voranbringen sollen.

„Begonnen hatte der auf acht Sitzungstermine angelegte Workshop mit der Bildung von fünf thematischen Arbeitsgruppen: Kommunale Handlungsfelder, naturbasierte Lösungen, Mobilität, Energie-Einsparung/Energie-Effizienz, Erneuerbare Energien und Flächen. Ein externer Moderator, Werner Döbritz aus Saarbrücken, hat für Rahmen, Struktur und Ablauf gesorgt und so die Gruppen auf professionelle Weise Schritt um Schritt bei der Entwicklung ihrer Lösungen begleitet. Gegenseitiger Respekt, Fokussierung auf das Thema und vor allem Umsetzungsfähigkeit standen hierbei im Vordergrund. Bürgermeister Bernd Hertzler zeigte sich bei der Abschlussveranstaltung überwältigt von diesem bürgerschaftlichen, von Kreativität und Lösungsfähigkeit gekennzeichneten Engagement sowie von der Fülle und dem Konkretisierungsgrad der Resultate.“

Ausgangspunkt für die Einrichtung des Runden Tisches war bekanntlich im Ursprung ein Beschluss des Stadtrates nach den teilweise erbitterten Auseinandersetzungen unterschiedlicher Interessensgruppen über einen geplanten Windpark der VSE inmitten des Biosphärenreservates und die festgefahrene Diskussion zur Grundsatzfrage über mehr Windkraft im Biosphärenreservat. Der klare Auftrag an den Runden Tisch war, ergebnisoffen neu zu denken, breiter zu starten und Wege zur Klimaneutralität aufzuzeigen. „Wir werden“, so Bürgermeister Bernd Hertzler im Vorfeld der Auftaktveranstaltung am 22. Juli, „nicht leichtfertig wertvolle kommunale Waldflächen in den Entwicklungsgebieten des Biosphärenreservates für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung stellen und erst recht nicht die besonders geschützten Kern- und Pflegezonen in der Biosphärenregion deswegen gefährden. Ich erhoffe mir konkrete, umsetzungsorientierte Empfehlungen des Runden Tisches, die von Rat und Verwaltung der Stadt Blieskastel in konkretes Handeln umgesetzt werden können“.

Diese Erwartungshaltung wurde nunmehr erfolgreich und mit vielversprechenden Ergebnissen umgesetzt. Anfang nächsten Jahres soll sich jetzt der Stadtrat mit den Ergebnissen des Runden Tisches Klimaschutz Blieskastel befassen und dann wohl auch die entsprechenden weitergehenden Beschlüsse fassen.(ub)

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