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Das Zentrum für interdisziplinäre Schmerztherapie
muskuloskelettaler Erkrankungen in der Orthopädie am UKS informiert:
Neues Angebot der multimodalen Schmerztherapie

In diesem Schmerzzentrum finden Patienten mit chronischen Schmerzen, die primär aus orthopädischen Grunderkrankungen resultieren, Hilfe. Betroffene werden interdisziplinär von Fachärzten der Anästhesie, Orthopädie, Psychotherapie sowie erfahrenen Physiotherapeuten und Pflegekräften während eines zwölftägigen stationären Aufenthaltes betreut.

Ziel ist es, eine maßgeschneiderte Schmerztherapie zu entwickeln, um die Schmerzen zu lindern und den Betroffenen die Kontrolle über ihre Schmerzen und ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.

Viele Menschen leiden aufgrund einer Erkrankung, Verletzung oder auch Verschleiß unter starken Schmerzen. Diese können die Gelenke, Knochen oder Muskulatur betreffen und überall am Körper auftreten. Oft ist der Rücken stark betroffen, es können aber auch Schmerzen an Hüfte, Knie oder anderen Gelenken sein.

In manchen Fällen ist eine Operation zur Linderung der Schmerzen nicht zielführend. Und bei einigen Patienten bleibt der Schmerz auch dann bestehen, wenn die eigentliche Schädigung schon nicht mehr besteht – der Schmerz ist eine eigenständige Erkrankung geworden.

Wenn dieser Schmerz länger als drei bis sechs Monate besteht oder immer wieder auftritt, spricht man von chronischen Schmerzen. Diese können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und zu weiteren Problemen führen.

Chronische Schmerzen betreffen nicht allein das körperliche Wohlbefinden. Fast alle Betroffenen leiden deswegen unter Ängsten und Sorgen:

  • Wie geht es mit mir beruflich weiter, wenn ich wegen der Schmerzen nicht mehr arbeiten kann?
  • Wie viel darf ich mich belasten?
  • Wie reagiert meine Familie und mein soziales Umfeld auf meine Erkrankung?
  • Werden die Schmerzen immer schlimmer werden?

In der multimodalen Schmerztherapie wird auf alle diese Aspekte eingegangen. Über physikalische Therapien wird die Beweglichkeit verbessert und die Muskulatur gestärkt. „Dabei legen wir besonderen Wert darauf, mit den Betroffenen alle Übungen so zu trainieren, dass sie sie zu Hause selbstständig fortführen können“, erklärt Dr. Jennifer Reinert, Fachärztin für Anästhesie und Leiterin des Zentrums für interdisziplinäre Schmerztherapie muskuloskelettaler Erkrankungen in der Orthopädie am UKS.

In diesem Schmerzzentrum finden Patienten mit chronischen Schmerzen, die aus orthopädischen Grunderkrankungen resultieren, Hilfe. Ständige Schmerzen sind zermürbend und wirken sich negativ auf das gesamte Stimmungsbild aus. „Daher gehen wir in psychotherapeutischen Gesprächen auch auf die seelischen und mentalen Belastungen ein, die dauerhafte Schmerzen mit sich bringen“, erklärt Dr. Reinert.

v.l.n.r. – Dr. Alexander Haupert (Orthopädie), Hanna Zeuschner (Psychotherapie), Dr. Jennifer Reinert (Anästhesie, spezielle Schmerztherapie), Wencke Lubojanski (Psychotherapie), Dr. Sebastian Lott (Orthopädie), Lisa Kupfer (Psychotherapie), Paula Krämer (Physiotherapie). (Foto: UKS)

„Wir geben den Betroffenen verschiedene Bewältigungsstrategien an die Hand. Hierbei unterstützen die Fachärztinnen und -ärzte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Auch die medikamentöse Schmerztherapie wird bedarfsgerecht angepasst. Hierzu greifen wir auf die Expertise der Kolleginnen und Kollegen der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie zurück. Wir sind ein interdisziplinäres Team mit Schmerztherapeuten aus der Anästhesiologie, mit Orthopäden, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und Pflegekräften, welche alle über langjährige Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit Schmerzen verfügen.“

Während eines zwölftägigen stationären Aufenthaltes erfolgen zunächst eine umfassende körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankheitsgeschichte. „Wir nehmen uns Zeit und gehen individuell auf die Patientinnen und Patienten ein, denn die Grunderkrankungen und Beschwerdebilder sind sehr unterschiedlich“, sagt Dr. Reinert. „Wir finden gemeinsam heraus, wie die jeweiligen Schmerzen bestmöglich gelindert werden können – unser Ziel ist es, den Betroffenen die Kontrolle über ihre Schmerzen und ein Stück Lebensqualität zurückzugeben.“

Sollten Sie unter chronischen oder starken Schmerzen in Zusammenhang mit einer orthopädischen Grunderkrankung leiden und eine vorherige Schmerztherapie bzw. ein schmerzbedingter operativer Eingriff/ eine Entzugsbehandlung etwa bei Medikamentenabhängigkeit fehlgeschlagen sein und/ oder Sie haben eine schmerzunterhaltende psychische oder gravierende somatische Begleiterkrankung, dann können Sie sich an Ihren Hausarzt wenden, die sie dann ins UKS überweist.

Donnerstags zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr findet hierfür eine Spezialsprechstunde bei Dr. med. Sebastian Lott statt. Termine können von behandelnden Hausarztpraxen oder auch von Betroffenen selbst unter dem Stichwort „Multimodale Schmerztherapie“ vereinbart werden: Telefon (06841) 16 – 24520, E-Mail: multimodaltherapie@uks.eu. Privatpatienten können sich montags von 8.00 und 14.00 Uhr bei Prof. Dr. med. Stefan Landgraeber anmelden: (06841) 16 – 24500.

 

Darauf zu sehen sind von links nach rechts:

Dr. Alexander Haupert (Orthopädie), Hanna Zeuschner (Psychotherapie), Dr. Jennifer Reinert (Anästhesie, spezielle Schmerztherapie), Wencke Lubojanski (Psychotherapie), Dr. Sebastian Lott (Orthopädie), Lisa Kupfer (Psychotherapie), Paula Krämer (Physiotherapie). (Foto: UKS)

 

Kontakt:

Zentrum für interdisziplinäre Schmerztherapie muskuloskelettaler Erkrankungen in der Orthopädie

Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie, Gebäude 37

Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)

Ärztliche Leitung: Dr. med. Jennifer Reinert

Fachärztin für Anästhesie

Telefon (0 68 41) 16 – 2 45 20

E-Mail: multimodaltherapie@uks.eu

 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit der

Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Direktor: Prof. Dr. Thomas Volk

Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie

Direktor: Prof. Dr. Stefan Landgraeber

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Direktor: Prof. Dr. Matthias Riemenschneider

 

 

 

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