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Der Kleinwagen galt lange als der klassische Weg zum erschwinglichen ersten Auto. Doch diese Rechnung geht immer seltener auf. Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt, dass die Durchschnittspreise in diesem Segment stetig klettern – und wer heute günstige Mobilität sucht, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor wenigen Jahren.

Besonders deutlich fällt die Entwicklung bei den Verbrennern aus. Ein fabrikneuer Kleinwagen mit Benzinmotor schlägt inzwischen mit knapp 24.000 Euro zu Buche. Das entspricht einem Aufschlag von fast 80 Prozent gegenüber der Situation vor zehn Jahren. Diesel oder andere Antriebsvarianten werden in dieser Fahrzeugklasse mittlerweile überhaupt nicht mehr angeboten.

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Parallel dazu schrumpft die Auswahl. Mit nur noch 46 verfügbaren Verbrenner-Modellen verzeichnet der Mobilitätsclub in diesem Jahr einen neuen Tiefstand. Die Hersteller ziehen sich spürbar aus dem Segment zurück, das eigentlich für schmale Geldbeutel gedacht war.

Anders sieht es bei den elektrischen Modellen aus, wo sich eine gegenläufige Bewegung abzeichnet. Ein E-Kleinwagen kostet in diesem Jahr weniger als 30.000 Euro – ein Rückgang von über neun Prozent im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig wächst das Angebot: Fast 40 Modelle führt der ADAC Autokatalog inzwischen auf. Trotzdem hält der Club auch die Stromer für zu teuer. Vor einer Dekade zahlten Käufer für ein neues Elektroauto noch rund 5000 Euro weniger, damals allerdings bei einer Auswahl von nicht einmal zehn Fahrzeugen.

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Rechnet man alle Antriebsformen zusammen, verharren die Preise auf hohem Niveau oder steigen sogar leicht weiter. Immerhin hat sich das Gesamtangebot zuletzt wieder erholt: Kunden konnten aus über 80 Modellen wählen, ein Wert, der zuvor 2017 erreicht wurde. Doch im gleichen Zeitraum kletterte der Durchschnittspreis über alle Antriebe hinweg um mehr als 10.000 Euro – für viele Verbraucher schlicht nicht mehr stemmbar.

Der ADAC nimmt deshalb die Hersteller in die Pflicht. Das Kleinwagensegment dürfe nicht länger vernachlässigt werden. Viele Kundinnen und Kunden bräuchten kein üppiges Paket an Komfort- und Unterhaltungsfunktionen, die heute oft serienmäßig verbaut sind. Genau hier sieht der Club ein ungenutztes Sparpotenzial. Nach den finanziellen Belastungen der vergangenen Jahre seien viele Menschen auf günstige und bezahlbare Fortbewegung angewiesen – und das sollte ein Kleinwagen eigentlich leisten.

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