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Das dritte Januar-Wochenende dürfte für viele Autofahrer vergleichsweise ruhig verlaufen – zumindest, wenn das Winterwetter keinen Strich durch die Rechnung macht. Zwischen 16. und 18. Januar rechnet der ADAC auf den deutschen Autobahnen mit eher entspanntem Berufs- und Reiseverkehr, warnt aber zugleich vor möglichen Behinderungen durch Schnee und Glätte.

Nach der aktuellen Stauprognose des Automobilclubs ist das Verkehrsaufkommen insgesamt überschaubar. Größere, flächendeckende Stauwellen erwartet der ADAC nicht. Entscheidend sei jedoch die Witterung: Schneefälle, glatte Fahrbahnen und allgemein winterliche Straßenverhältnisse könnten regional für Verzögerungen sorgen und den Verkehr deutlich ausbremsen.

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Etwas voller wird es voraussichtlich dort, wo der Wintersport lockt. Vor allem am Freitagnachmittag, am Samstagvormittag sowie am Sonntagnachmittag müssen Reisende in Richtung Alpen und auf der Rückfahrt mit mehr Verkehr rechnen. Dann sind viele Wintersporturlauber unterwegs, was sich besonders auf den klassischen Nord-Süd-Routen bemerkbar machen dürfte.

Zu den staugefährdeten Autobahnen in Deutschland zählen laut ADAC unter anderem die A1 zwischen Köln, Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck sowie die A2 von Oberhausen über Dortmund und Hannover bis Magdeburg. Auch auf der A3 von Oberhausen über Köln, Frankfurt, Würzburg und Nürnberg bis Passau und weiter Richtung Linz kann es enger werden. Ähnliches gilt für die A4 zwischen Heerlen/Aachen und Köln sowie zwischen Dresden und Görlitz, die A5 von Darmstadt über Heidelberg und Karlsruhe nach Basel und die A6 im Abschnitt Mannheim–Heilbronn. Zudem nennt der ADAC die A7 von Hannover über Kassel, Fulda, Würzburg und Ulm bis Füssen/Reutte, die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München nach Salzburg, die A9 zwischen Nürnberg und München, den Berliner Ring A10, die A12 Richtung Frankfurt (Oder), die A27 zwischen Bremen und Bremerhaven, die A81 von Singen über Stuttgart nach Heilbronn, die A93 von Rosenheim nach Kiefersfelden, die A95 von München nach Garmisch-Partenkirchen sowie den Autobahnring A99 rund um München.

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In den Alpenländern rechnet der ADAC am Wochenende wieder verstärkt mit Wintersportverkehr. Die Autobahnen gehören dann vor allem den Urlaubern, ohne dass mit langen, flächendeckenden Staus gerechnet wird. Das höchste Verkehrsaufkommen wird am Samstag und Sonntag jeweils in den Vormittagsstunden und am späten Nachmittag erwartet. In Österreich sind insbesondere die West-, die Tauern- und die Inntal-Autobahn, die Fernpass-Route sowie die Bundesstraßen in Richtung der Skigebiete betroffen. In der Schweiz kann es auf der Gotthard-Route, der San-Bernardino-Route und auf den Zufahrtsstraßen in die Skigebiete voll werden. In Italien nennt der ADAC die Brennerroute sowie die Zufahrten ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau als mögliche Engstellen.

Zusätzliche Verzögerungen sind an den Grenzen möglich. Bei der Wiedereinreise nach Deutschland kann es zu stichprobenartigen Kontrollen kommen, besonders an den Autobahnübergängen Suben auf der A3 Linz–Passau, Walserberg auf der A8 Salzburg–München und Kiefersfelden auf der A93 Kufstein–Rosenheim. Auch bei der Ausreise aus Deutschland wird teilweise kontrolliert, unter anderem an den Grenzen zu Dänemark, den Niederlanden, Frankreich und Polen. Mit Staus ist vor allem an den Übergängen A4 Ludwigsdorf bei Görlitz, A11 Pomellen in Richtung Stettin, A12 Frankfurt (Oder) und A15 Forst zu rechnen.

Der ADAC erinnert daran, dass der Verkehr in dieser Jahreszeit immer wieder durch das Wetter beeinträchtigt werden kann. Schneefälle und Glatteis sind auch in tieferen Lagen jederzeit möglich. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht, Fahrten in höhere Lagen der Alpen sollten nur mit entsprechender Winterausrüstung angetreten werden. Viele Alpenpässe, darunter das Timmelsjoch, sind derzeit wegen Wintersperren geschlossen.

Wichtig bleibt zudem das richtige Verhalten im Stau. Die Rettungsgasse muss bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden und nicht erst, wenn Einsatzfahrzeuge zu sehen oder zu hören sind. Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen weichen nach links aus, alle anderen nach rechts. In engen Baustellenbereichen empfiehlt sich versetztes Fahren mit ausreichend Abstand. Wer gegen die Regeln zur Rettungsgasse verstößt, muss mit Bußgeldern von bis zu 320 Euro rechnen.

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