Wenn das Gras kurz ist und die Bäume kahl sind, zeigt sich an Bliesufern und Wiesen ein Bild, das viele nur ungern sehen: Flaschen, Plastikteile, Metallreste und anderer Unrat liegen offen in der Landschaft. Gerade in den Wintermonaten fällt der Müll besonders auf, weil nichts ihn verdeckt. Hinzu kommt, dass Hochwasser in dieser Jahreszeit zusätzlichen Abfall an die Ufer von Flüssen und Bächen spült.
Mehrere Organisationen aus der Region wollen dem nicht tatenlos zusehen und planen deshalb auch 2026 wieder eine gemeinsame Sammelaktion. Am Samstag, 7. Februar 2026, laden die Ranger der Naturwacht Saarland, der Biosphärenzweckverband Bliesgau und die BUND-Regionalgruppe Bliesgau zu einem dreistündigen Einsatz an der Blies ein. Start ist um 10 Uhr am Bliesberger Hof in Kirkel-Limbach, das Ende der Aktion ist an der Fischerhütte in Beeden vorgesehen.
Unterstützung kommt von weiteren Gruppen, die sich bereits fest angeschlossen haben. Mit dabei sind Clean-Up Homburg/Saarland, der NABU Homburg, die Rehkitzrettung Saarpfalz und die Jägerschaft. Sie alle wollen gemeinsam dazu beitragen, die Uferbereiche und Wiesen entlang der Blies von Müll zu befreien und auf das Problem der Vermüllung aufmerksam machen.
Die fachliche Begleitung übernimmt Patric Heintz, Ranger der Naturwacht Saarland. Er führt durch die Schutzgebiete und steuert zu Beginn einen kurzen Impuls bei, in dem er Hintergründe zur Bedeutung der Flussauen und zu den Auswirkungen von Müll in der Natur erläutert. Ergänzend stehen Vertreter von BUND und NABU bereit, um Fragen rund um Naturschutz, Artenvielfalt und die Situation vor Ort zu beantworten.
Organisatorisch wird die Aktion von der Stadt Homburg unterstützt. Der Baubetriebshof übernimmt die Entsorgung des gesammelten Mülls und sorgt damit dafür, dass die vollen Säcke im Anschluss fachgerecht abtransportiert werden. Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig, allerdings wird auf passende Kleidung hingewiesen: Empfohlen werden Gummistiefel oder zumindest wasserfeste, warme Schuhe, da die Wiesen im Winter meist nass sind. Handschuhe sollten auf jeden Fall mitgebracht werden, Müllgreifer und Eimer oder ähnliche Hilfsmittel sind willkommen. Wer nichts davon besitzt, muss nicht verzichten – notwendige Utensilien werden vor Ort bereitgestellt.
Die Initiatoren betonen, dass die Menge an Abfall in der Landschaft von Einzelnen kaum zu bewältigen ist. Deshalb setzen sie bewusst auf gemeinsames Handeln. „Warum: weil es so viel Müll in der Landschaft gibt, dass es niemand allein schafft ihn wegzuräumen, deshalb wollen wir es gemeinsam angehen. Ich freue mich, dass so viele Initiativen schon ihre Unterstützung zugesagt haben und freue mich über jeden Freiwilligen, der seine Freizeit für diesen guten Zweck zur Verfügung stellt“, so Verbandsvorsteher Landrat Frank John.
Eine formale Anmeldung für die Müllsammelaktion ist nicht erforderlich. Zur besseren Planung wird jedoch um eine kurze Rückmeldung gebeten. Sollte zum Termin Hochwasser herrschen, muss der Einsatz aus Sicherheitsgründen entfallen. Für Rückfragen steht Anita Naumann in der Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau zur Verfügung. Sie ist telefonisch unter 0 68 42-9 60 06 16 oder per E-Mail an a.naumann@biosphaere-bliesgau.eu erreichbar.





















