Bild: Stephan Bonaventura

Eine kleine Etappe zurück zum normalen Leben ist geschafft – im Saarpfalz-Kreis gilt ab heute wieder das Saarland-Modell. Das bedeutet einige Lockerungen, so zum Beispiel die Aufhebung der nächtlichen Ausgangssperre sowie die abermalige Öffnung der Außenbereiche von Restaurants und Cafés. Und es gibt noch andere Erleichterungen.

Fünf Werktage am Stück muss der Inzidenzwert unter 100 liegen – dann tritt am übernächsten Tag die sogenannte Bundes-Notbremse außer Kraft. Seit nunmehr einer Woche liegt man in der Saarpfalz schon unter der 100er-Marke. Ab heute gilt also wieder die Ampelstufe Gelb im Rahmen des Saarland-Modells, die einige Lockerungen im Vergleich zur Notbremse vorsieht. Was gilt?

Was die erlaubten Kontakte anbetrifft, gilt im Innenbereich die Regelung, dass Treffen von maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt aus dem familiären Bezugskreis sowie eines weiteren familienfremden Haushaltes möglich sind. Im Zweifel dürfte also bei einer dreiköpfigen Familie ein Verwandter und ein Freund zu Besuch kommen. Haushalte, denen bereits vier Personen oder mehr angehhören, könnnen mit bis zu zwei weiteren Personen zusammenkommen, wobei dabei höchstens eine Person nicht aus dem familiären Bezugskreis stammen darf. Draußen dürfen sich 10 Personen mit negativem Test treffen.

Wohl am umstrittensten an der bis dato geltenden Notbremse war wohl die nächtliche Ausgangssperre, die Besuche bei Freunden und Familie in den Abendstunden deutlich erschwerte, wenn nicht gar unmöglich machte. Diese tritt nun ersatzlos außer Kraft. Jeder kann zwischen 22 Uhr und 5 Uhr wieder außer Haus gehen, so wie es ihm gefällt – außer am Schlossberg, wo weiterhin verschärfte Regelungen gelten, die unter anderem zwischen 19 Uhr und 5 Uhr die Auffahrt mit dem Auto verbieten. 

Gefallen dürfte auch vielen, dass die Außenbereiche von Restaurants und Cafés wieder öffnen dürfen. Dennoch: Sich spontan auf den Marktplatz zu setzen und ein Bier zu trinken, ist weiterhin nicht möglich. Denn für den Besuch des Außenbereichs ist eine vorherige Terminbuchung und ein negativer Corona-Test notwendig. Alternativ ist auch ein Schnelltest vor Ort möglich.

Auch shoppen zu gehen ist nun eher wieder drin, denn die verpflichtende vorherige Terminabsprache im Einzelhandel tritt außer Kraft. Ein negativer Test wird aber dennoch benötigt, um Klamottenläden und Ähnliches besuchen zu können.

Kulturbegeisterte dürfen zumindest etwas aufatmen. Museen, Galerien, Theater, Konzerthäuser und Kinos öffnen wieder ihre Pforte für diejenige, die negativ getestet wurden.

Auch für Sportfans gibt es einige Lockerungen. So darf kontaktfreier Sport im Außenbereich mit mehr als zwei Personen wieder stattfinden. Und das ohne Test. Darunter fallen Sportarten wie Tennis, Leichtathletik oder Radfahren. Für Kontaktsportarten gilt jedoch draußen eine Testpflicht. Für ein Fußballtraining müssen beispielsweise alle Spieler ein negatives Testergebnis vorweisen können, was den Trainingsbetrieb für die meisten Vereine doch erheblich erschweren dürfte. Gleiches gilt auch für den Sportbetrieb im Innenbereich, der nun zwar grundsätzlich wieder erlaubt ist, aber nur mit negativem Test und Mindestabstand stattfinden darf. Der Besuch im Fitnessstudio ist zwar möglich, aber auch dafür benötigt man einen negativen Corona-Test.

Selbiges gilt auch bei den sogenannten körpernahen Dienstleistungen – für einen Besuch beim Friseur oder im Kosmetikstudio benötigt man weiterhin einen Test. Nicht unter diese Regelungen fallen Arzttermine oder der Besuch beim Physiotherapeuten.

In Geschäften des täglichen Bedarfs bleibt alles beim Alten. Für den Einkauf im Supermarkt oder der Drogerie braucht man also weiterhin keinen negativen Corona-Test.

Wem das alles noch nicht genug ist, der darf sich auf Ende Mai freuen. Ab dem 31. Mai hat die Landesregierung die Öffnung von Innengastronomie, Hotels und vielem mehr in Aussicht gestellt, natürlich nur bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100.

Mehr dazu hier:

Größere Öffnungsschritte bei stabilen Inzidenzen unter 100 – Ministerpräsident Hans gibt Pläne bekannt

 

 

 

 

 

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