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Ab nächster Woche sollen saarlandweit verschiedene Corona-Regelungen gelockert werden. Das gaben Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) und Vize-Ministerpräsident Anke Rehlinger (SPD) am Donnerstag, 20. Mai, bei einer Pressekonferenz bekannt. So sollen unter anderem die Freibäder bereits am kommenden Montag öffnen dürfen. Auch in Gastronomie und Hotellerie soll es Öffnungsschritte geben.

Die Zahl der Corona-Neuerkrankungen im Saarland sinkt – und zwar deutlich. Im gesamten Land liegt die Inzidenz nur noch 78. Vor diesem Hintergrund sollen in den kommenden zwei Wochen deutliche Lockerungsschritte erfolgen, wie Hans bekanntgab. „Die dritte Wille ist offenbar gebrochen, auch bei unseren Nachbarn in Luxemburg und Frankreich hat sich die Lage ganz erheblich entspannt“, begründete der Ministerpräsident die nun folgenden Öffnungsschritte.

Diese sehen ab kommender Woche Montag, den 24. Mai, eine Öffnung der Freibäder für Getestete, Geimpfte und Genesene vor. Außerdem dürfen ab dann wieder Freizeiteinrichtungen im Außenbereich öffnen, beispielsweise Kletterparks.

Der Kletterpark in Jägersburg.

Eine Woche später, am Montag, den 31. Mai, darf, laut Hans, auch die Innengastronomie wieder geöffnet werden. So können in Restaurants und Cafés wieder bis zu 10 Personen am Tisch bewirtet werden. Voraussetzung sind eine vorherige Reservierung sowie ein negativer Corona-Test. Wer vollständig geimpft oder Genesen ist, braucht keinen Test mitzubringen.

Auch Hotels, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen ab dem 31. Mai wieder ihre Pforten für Gäste öffnen. Auch hier gilt weiterhin eine Testpflicht. Im touristischen Sektor gesteht jedoch die Besonderheit, dass ein Test nur alle zwei Tage notwendig ist. Maximal 70% der Betten dürfen belegt werden.

Im Schlossberg Hotel Homburg – Bild: Stephan Bonaventura

Keine Lockerungen wird es jedoch bei den Kontakten geben. Weiterhin dürfen nur fünf Personen aus maximal drei Haushalten im Innenbereich zusammenkommen. Diese brauchen dafür jedoch keinen Test. Im Außenbereich sind Treffen von 10 getesteten Personen erlaubt. „Im privaten Bereich entstehen noch immer die meisten Infektionen und deswegen glauben wir, dass die Kontaktbeschränkungen noch eine Weile gebraucht werden“, begründete Hans die diesbezügliche Zurückhaltung der Landesregierung.

Vorsichtig ist die Regierung ebenso bezüglich des testfreien Einkaufens im Einzelhandel. Dies werde vorläufig noch nicht möglich sein, so Hans. „Da wir viele Testmöglichkeiten haben, halten wir lieber an der Testpflicht fest und machen dafür andere Dinge möglich.“ Außerdem verwies der Ministerpräsident auf das Infektionsgeschehen im Landkreis Saarlouis, der weiterhin eine Inzidenz von über 100 aufweist und somit auch in den kommenden Tagen nicht aus der Bundesnotbremse herausfallen wird. „Ich denke niemandem ist geholfen, wenn die Menschen aus Saarlouis dann in andere Landkreise fahren, um einkaufen zu gehen.“

Hans wies jedoch auch darauf hin, dass diese Regelungen sich in den kommenden Wochen durchaus ändern könnten. „Mit zurückgehenden Infektionszahlen wird es selbstverständlich auch eine weitere Rücknahme von Beschränkungen geben“, versicherte Hans. „Das ist keine Belohnung, sondern eine zwingende Notwendigkeit.“

Die Maßnahmen müssen am Freitag, 21. Mai, noch vom saarländischen Ministerrat abgesegnet werden.

 

 

 

 

 

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