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Das Saarland bleibt beim europäischen Wasserstoffprojekt Green SkHy an Bord – wenn auch mit einer neuen Besetzung. Künftig übernimmt die Wasserstoffagentur des Saarlandes (H2Saar) die Rolle der saarländischen Partnerin und führt damit fort, was Kolping Bildung Deutschland in den vergangenen Jahren aufgebaut hat. Der Fokus verschiebt sich dabei spürbar: Im Zentrum steht nun der Einsatz von Wasserstoff im Schwerlastverkehr.

Den Startschuss für diese neue Phase gab Anfang Oktober der Begleitausschuss des Interreg-Programms Nordwesteuropa im niederländischen Leeuwarden. Dort wurde die Fortsetzung von Green SkHy als sogenannte Kapitalisierungsinitiative bewilligt. Der Gedanke dahinter ist denkbar praktisch: Was in drei Jahren an Schulungen, Netzwerken und Methoden entstanden ist, soll nicht in Schubladen verschwinden, sondern dauerhaft genutzt werden.

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Kolping Bildung Deutschland hatte als bisheriger Partner die Grundlagen gelegt. Die Organisation entwickelte und erprobte Schulungen rund um grüne Wasserstofftechnologien, mit dem Ziel, Fachkräfte zu qualifizieren und zugleich die Öffentlichkeit für das Thema zu gewinnen. Planmäßig endet dieses Engagement mit dem Jahreswechsel: Ende 2026 scheidet Kolping aus dem Projekt aus.

An diese Stelle rückt H2Saar – und richtet den Blick auf die großen Fahrzeuge. Busse, Lastwagen, Züge und Schiffe, die mit Wasserstoff betrieben werden, stehen künftig im Mittelpunkt, ebenso die dafür nötige Technik. Die Lehrinhalte reichen von der Betankung über Fahrzeugtechnik und Wartung bis hin zu Ingenieurwesen und Design. Die Agentur soll die bisherigen Ergebnisse sichern, die Qualifizierungsstandards an regionale Bedingungen anpassen und gemeinsam mit europäischen Partnern weiterentwickeln.

Für das Saarland ist das mehr als ein Beitrag zu einem europäischen Projekt. H2Saar soll mit ihrer Arbeit die Wasserstoff- und Fachkräftestrategie des Landes stützen und gleichzeitig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit festigen. Beide Ziele greifen ineinander: Wer die Technik beherrschen will, braucht ausgebildete Menschen – und die wiederum profitieren von einem europäischen Austausch über Standards und Verfahren.

Finanziell steht die neue Projektphase auf solidem Fundament. Rund 780.000 Euro stehen zur Verfügung, von denen 440.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung stammen. Das Saarland selbst beteiligt sich an der Arbeit von H2Saar mit rund 18.890 Euro. Mit diesem Rahmen soll die Agentur das weiterführen, was als Experiment begann – und zunehmend zu einer festen Säule der regionalen Energie- und Verkehrswende wird.

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